Auch Holzdeppe beim Domspringen dabei

Von: Lukas Weinberger
Letzte Aktualisierung:
Holzdeppe Peking 2015
Raphael Holzdeppe sicherte sich bei der WM in Peking die Silbermedaille. Foto: Michael Kappeler/dpa

Aachen. Ein paar Minuten nach dem Stabhochsprung-Finale, da wusste Raphael Holzdeppe noch gar nicht so richtig, ob er jetzt Gold verloren oder Silber gewonnen habe. In Moskau vor zwei Jahren, da hatte er noch überraschend Gold vor Renaud Lavillenie geholt.

Auch jetzt in Peking hatte er den großen Favoriten aus Frankreich hinter sich gelassen, und trotzdem hatte es „nur“ zum zweiten Platz gereicht. Der junge Kanadier Shawn Barber hatte die 5,90 Meter im ersten Versuch übersprungen, das reichte für Gold, weil Holzdeppe das erst im dritten gelungen war.

Am Ende konnte sich der entthronte Titelverteidiger dann doch über Silber freuen, und die Chance, sich für die kleine Niederlage gegen Barber zu revanchieren, die bekommt Holzdeppe schon in ein paar Tagen.

Seit Dienstag steht fest, dass Holzdeppe am 9. September auf dem Katschhof beim 10. NetAachen-Domspringen antreten wird. Dort wird er um seinen ersten Sieg in Aachen springen - und dabei unter anderem auf Barber treffen, dessen Teilnahme schon ein bisschen länger feststeht.

Dass sowohl der Gold- als auch der Silbermedaillengewinner so kurz nach einer WM beim Domspringen dabei sein werden, das hat es so noch nicht gegeben. Und es verspricht einen tollen Wettkampf - an dessen Ende vielleicht sogar der Meetingrekord von 6,01 Metern wackeln könnte, den Björn Otto im Jahr 2011 aufgestellt hat.

In Peking hatten sich Barber und Holzdeppe in der Schlussphase des Wettbewerbs an der magischen Sechs-Meter-Marke versucht, sie scheiterten, würden in Aachen aber wohl einen neuen Versuch unternehmen, wenn es denn so hoch hinaus geht.

Das ist nicht unwahrscheinlich, weil neben Barber und Holzdeppe noch ziemlich viele andere gute Springer am Start sind. Seit Dienstag ist auch klar, dass zum Teilnehmerfeld auch einer der Bronzemedaillen-Gewinner von Peking gehört: Der Pole Pawel Wojciechowski - bei der WM gemeinsam mit seinem Landsmann und Lavillenie Dritter - wird ebenfalls auf dem Katschhof springen.

Dazu werden mit dem Deutschen Tobias Scherbarth und Michael Balner (Tschechien) die beiden WM-Siebten sowie mit Sam Kendricks (USA) der WM-Achte in Aachen dabei sein, sie hatten ihre Zusage schon vor der WM gegeben.

Der deutsche Newcomer der Stabhochsprung-Szene Carlo Paech ist in Peking zwar in der Qualifikation ausgeschieden, dürfte in Aachen aber um den Sieg mitspringen wollen. Er hat in dieser Saison schon die 5,80 geknackt.

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