Andreas Stauffs Sieg erfreut nicht nur die Frau Mama

Von: Max Eckstein
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Er dankt mit seinem Sieg Teamchef Markus Ganser: Andreas Stauff aus der Stolberger Kuota-Indeland-Mannschaft. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Da war auch die Frau Mama stolz und glücklich. Gerade hatte Beate Stauff, unter ihrem Mädchennamen Habetz Weltmeisterin, auf dem Aachener Markt den Sieg ihres Sohnes Andreas Stauff inmitten der rund 7500 Zuschauern miterlebt.

Er entschied die 35. Auflage des vom RC Zugvogel-09 Aachen veranstalteten Radrennens „Rund um Dom und Rathaus” für sich. Nach 65 Runden (72 Kilometern) gewann der 22-Jährige im Sprint vor seinem Stolberger Kuota-Indeland-Teamgefährten Manman van Ruitenbeek und Alex Schmitt (Seven Stones Bochum), der letztlich der gekonnten Zusammenarbeit der Konkurrenten nichts entgegenzusetzen hatte.

„Erst im März, also recht spät, bin ich zum Team gestoßen und habe von Markus Ganser diese Chance bekommen”, freut sich der junge Mann, der bei der U23-Europameisterschaft wegen eines Defekts alle Hoffnungen begraben musste. „Mit diesem Sieg möchte ich mich bei ihm bedanken. Ich konnte nach der Pyrenäen-Rundfahrt zwar nicht regenerieren. Wenn ich aber fahre, dann mit Vollgas.”

Den ersten Erfolg in einem Profirennen hat sich der Triumphator, der die Reihe der Stolberger Erfolge auf dem keineswegs von allen geliebten Kopfsteinpflaster fortsetzte, für die nächste Zeit zum Ziel gesetzt. „Zudem hoffe ich, im September bei der Tour del´Avenir starten zu dürfen”, schaut Andreas Stauff nach vorne. „Ein Gespräch mit dem Bundestrainer über dieses Thema steht jedenfalls an.”

Nach sieben Runden hatte der spätere Sieger einen Alleingang versucht. Seine beiden Begleiter fuhren jedoch elf Runden danach das Loch zu. Mit einem Schnitt von mehr als 42 Stundenkilometern vergrößerte das bestens harmonierende Trio seinen Vorsprung auf mehr als eine Minute. Der für den SC Wiedenbrück fahrende Aachener Michael Schweizer setzte zwar zur Aufholjagd an, erkannte aber schon bald ebenso die Aussichtslosigkeit dieses Unterfangens wie Vorjahressieger Malaya van Ruitenbeek, der ältere Bruder des Zweiten. In der Schlussphase versuchten die Stolberger ihren Mitstreiter zu zermürben, was letztlich auch gelang.

Eine beachtenswerte Leistung brachte auch Stephan Janiel, der auf dem selektiven Kurs als einziger C-Fahrer das Ziel erreichte. „Ich bin rundum zufrieden”, erklärte der Mann vom gastgebenden Verein. „Wegen einer Darmentzündung konnte ich im Winter nicht trainieren. Dass es in meinem erst fünften Saison-Rennen am Ende sehr, sehr hart werden würde, war vorher klar.”

Grund zur Freude hatte auch Guido Diefenthal, der auch mit der Premiere des Seniorenrennens vollauf zufrieden war und Neuauflagen andeutete. „Es gab keine nennenswerten Unfälle, das Wetter spielte mit, und wir hatten zahlreiche Zuschauer - das entschädigt für die viele Arbeit”, gab der Zugvogel-Präsident zu.

„Sportlich war die veränderte Strecke noch anspruchsvoller. Im nächsten Jahr werden wir aber zur alten zurückkehren.” Das dürfte auch Peter Drießen nicht unglücklich machen. der Mann, der seit 50 (!) Jahren im Verein ist, steuert das Führungsauto, wobei er ohnehin schon jede Menge fahrerisches Können beweisen muss.
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