ALRV kehrt zum Kerngeschäft zurück

Von: Christoph Pauli
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Vorfreude: Otto Becker will seinen ersten Teamtitel in Aachen schaffen. Foto: Ralf Roeger

Aachen. Wieder starten die Reiter in fünf Disziplinen (Dressur, Springreiten, Fahren, Vielseitigkeit, Voltigieren), aber auf der Verpackung steht nicht mehr wie im letzten Jahr „Europameisterschaft“, vielmehr beginnt am 8. Juli der gute alte CHIO in der Soers. 2015 kam er nur in einer Mini-Version daher, was viele regionale Besucher durchaus bedauerten, sagt ALRV-Präsident Carl Meulenbergh.

Das vertraute Turnier kehrt nun in Reinform zurück. Der Aachen-Laurensberger Rennverein ist wieder bei seiner Kernkompetenz gelandet. Der Soerser Sonntag findet wieder an einem Sonntag statt. Die Symbiose „Pferd und Sinfonie“ wird wieder aufgeführt. Und die Fahrer absolvieren am 16. Juli ihre finale Geländeprüfung – wieder bei freiem Eintritt.

Diese EM in ungewohnter Form hat den Veranstaltern viel überregionales Lob eingebracht. Das letzte Testat steht noch aus, aber es zeichnet sich „eine schwarze Null“ ab, sagt Vermarkter Michael Mronz. Die Aachener haben ein Championat ohne Verluste geschafft, was nicht viele Ausrichter von sich sagen können.

Die EM im Sommer hat nicht nur infrastrukturelle Spuren auf der Anlage hinterlassen. Diese letzte fulminante Eröffnungsfeier sei nun der Maßstab für die weiteren Veranstaltungen, sagt Meulenbergh, als er am Mittwoch einen kleinen Vorgeschmack auf das gewohnte Turnier im hauseigenen Museum gab. Verraten wird noch nicht so viel, das Opening findet wieder abends statt, wieder ist Regisseur Uwe Brandt vom Aachener Grenzlandtheater involviert.

160 Tage vor dem Startschuss schauten auch die beiden Bundestrainer für Reiten und Dressur schon einmal in Aachen vorbei. Dieses Turnier im Juli ist für alle Nationen die letzte Sichtung auf den Weg zu den Olympischen Spielen.

Naturgemäß kommen die besten Reiter der Welt in die Soers. Aber an diesem Tag waren Otto Becker und Monica Theodorescu erstklassige Werbebotschafter für die Veranstaltung in gut fünf Monaten. „Nirgendwo sonst verspüre ich diese Gänsehautatmosphäre, nirgendwo sonst ist das Publikum fachkundiger und fairer. Das Turnier hat sich weiterentwickelt. Zwar wird die Zeltstadt immer größer, aber es wird unverändert weiter in den Sport investiert“, sagt Becker.

Als Aktiver gewann er 2000 den Großen Preis von Aachen, als Bundestrainer muss er noch mit einem Makel leben. In seiner siebenjährigen Amtszeit gewann seine Equipe noch nie den Nationenpreis in Aachen, der diesmal wieder am Donnerstag unter Flutlicht ausgetragen wird.

Auch Monica Theodorescu stand 1990 bereits in der Siegerliste in Aachen. „Ohne den CHIO wäre mein Leben anders verlaufen“, sagt sie. Ihr Vater setzte sich bei dem Turnier 1959 von der rumänischen Mannschaft ab. „Nach Aachen zu kommen, ist ein bisschen wie nach Hause kommen“, empfindet sie.

Der Olympiakader der Dressurreiter mit den etablierten Isabell Werth, Christiane Sprehe oder Jessica Bredow-Werndl, Anabel Balkenhol oder Fabienne Lütkemeier hat längst Konturen angenommen. Ins Rampenlicht ist zudem der erst 21-jährige Sönke Rothenberger geritten: „Der Junge ist einfach gut, da kann ich ja nicht sagen, nö, du bist zu jung“, findet die Bundestrainerin.

Auch eine neue spektakuläre Prüfung kündigten die Organisatoren an: Teams, bestehend aus Spring- und Vielseitigkeitsreitern sowie einem Vierergespann werden im großen Stadion gegenein-ander antreten. „Das wird sehr laut, sehr schnell und äußerst eindrucksvoll werden“, so Mronz. Karten gibt es noch für alle Prüfungen – es gelten die Tarife von 2014. Tickets sind online unter www.chioaachen.de oder über die Hotline erhältlich (0241/917-1111).

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