Alle Wege nach Rio de Janeiro führen über Aachen

Von: Helga Raue
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Vorfreude auf den CHIO: Christian Ahlmann (rechts) und Sönke Rothenberger mit den Stadtreitern vor dem Rathaus. Foto: Andreas Steindl

Aachen. Wenn alle Wege nach Rio nur über Aachen führen – dann ist CHIO. Am Freitag startet das „Weltfest des Pferdesports“, das bis zum 17. Juli dauert. Einen Tag später müssen die Teams für die Olympischen Spiele in Brasilien benannt sein.

So senden manche Nationen ihre Olympia-Teams nach Aachen, während andere die letzte Chance nutzen, hier noch einmal zu sichten und die letzten Entscheidungen zu fällen. Was einmal mehr bedeutet, besser als der CHIO Aachen kann ein Reitturnier nicht besetzt sein.

„Vor dem Abschied der Nationen werden wir unseren Zuschauern die deutschen Olympia-Fahrer in Dressur, Springen und Vielseitigkeit präsentieren“, versprach Frank Kemperman, Vorstandsvorsitzender des ausrichtenden Aachen-Laurensberger Rennvereins (ALRV), am Dienstag bei der Pressekonferenz im Rathaus. 403 Reiter aus 29 Nationen mit 450 Pferden – 924 inklusive Schaubild-Vierbeiner – kämpfen an den neun Turniertagen um insgesamt 2,7 Millionen Euro Preisgeld.

„Aachen zu gewinnen, ist immer etwas Besonderes und nicht nur gut für den Geldbeutel“, sagt Christian Ahlmann zwinkernd. Der Weltranglisten-Zweite gehört neben Ludger Beerbaum, Daniel Deußer, Markus Ehning und Meredith Michaels-Beerbaum beim CHIO zum Springteam, das auch beste Aussichten auf das Rio-Ticket hat. 2014 gewann der 41-Jährige den Großen Preis von Aachen. „Ich habe immer davon geträumt, einmal auf der Siegertafel zu stehen, jetzt ist es mein Ziel, zum zweiten Mal draufzukommen“, so der Springreiter.

Davon ist Sönke Rothenberger noch weit entfernt. „Einen Platz in den Top zehn, wenn es gut läuft Top fünf oder sehr gut sogar Top drei“, wünscht sich der 21-Jährige, der 2015 beim verkürzten „Weltfest des Pferdesports“ seine Aachen-Premiere feierte. Und in diesem Jahr neben Kristina Bröring-Sprehe, Isabell Werth und Dorothee Schneider zum Dressurteam gehört. „Das Team ist stark wie nie, wir haben bei der DM alle über 80 Prozent geritten“, darf der junge Mann selbstbewusst den Sieg im Preis der Nationen und ein Olympia-Ticket anpeilen. Enttäuschend: Niederländische Dressurreiter fehlen, da zeitgleich das nationale Championat stattfindet.

Auch in der Vielseitigkeit sowie den nicht-olympischen Disziplinen Fahren und Voltigieren, mit dem der CHIO am Freitag eröffnet wird, kommen die Top-Athleten. Und so durfte Kemperman zufrieden einen zutreffenden Ausspruch von Hans Günter Winkler zitieren: „Willst Du in unserem Sport ein ganz Großer sein, musst Du in Aachen gewonnen haben.“

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