Aachen - Alemannia will oben angreifen

Alemannia will oben angreifen

Von: rom
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Aachen. Der Ort des Geschehens war ungewöhnlich für die Vorstellung des neuen Großsponsors einer Abteilung eines Sportvereins.

„Ich wollte ein Zeichen setzen, dass es von der Alemannia auch Positives zu berichten gibt und es nicht nur um Finanzprobleme geht”, meinte Oberbürgermeister Marcel Philipp im Sitzungssaal des Rathauses, wo die Volleyball-Abteilung mit der Firma Aixtron, weltweit operierender Konzern mit Hauptsitz in Kohlscheid, einen Sponsoring-Vertrag für die nächsten drei Jahre abschloss.

Zahlen kamen nicht auf den Tisch. Doch neben der Tatsache, dass Aixtron in der nächsten Saison Trikot-Sponsor wird und auch Werbefläche auf dem Hallenboden belegt, verdeutlicht die Aussage von Heinz Maubach, Abteilungsleiter Volleyball bei der Alemannia, den Umfang des finanziellen Engagements: „Das wird uns in die Lage versetzen, nach oben zu schielen.” Einen Mittelfeldplatz angreifen, vielleicht einen der Großen ärgern, auf dem Transfermarkt zuschlagen statt in Nischen zu stöbern und auf Glücksfälle zu hoffen - das spricht in der Zahlenwelt des professionellen Frauen-Volleyballs für einen hohen sechsstelligen Betrag über die drei Spielzeiten verteilt.

Die Wichtigkeit eines solchen Engagements unterstrich auch Aufsichtsrats-Mitglied Dr. Karl-Theo Strepp: „Der Verein unterstützt die Volleyballerinnen mit allen freien Mitteln. Lediglich zehn Prozent des Etats werden durch Zuschauereinnahmen gedeckt. Ohne Sponsoren wäre weder die Erste noch die Zweite Liga im Bereich des Möglichen.”

Der frühzeitige Klassenerhalt und die nun sichere Lizenzierung für die kommende Saison ermöglichen es, dass „der Sportliche Leiter, der Trainer und der Chefscout jedes Wochenende unterwegs sind, um Spielerinnen zu sichten”, wie Heinz Maubach erklärte.

Ob Anika Brinkmann in der nächsten Saison noch das Alemannia-Trikot tragen wird, ist fraglich: Die 23-Jährige taucht auf der aktuellen Transferliste auf.

Alemannia reist zur „Quali” nach Sinsheim

Die Qualifikation zum nationalen Pokalwettbewerb beschert Alemannia Aachen ein Auswärtsspiel. Am 2./3. Oktober ist das Team zu Gast beim SV Sinsheim.

Im Achtelfinale, für das die in der vergangenen Bundesliga-Saison auf den Plätzen 1 bis 10 eingekommenen Teams gesetzt sind, muss der Gewinner der besagten Partie reisen. Am 28. November geht es zum - noch nicht feststehenden - Regional-Pokalsieger Nordwest/Nordost.
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