Alemannia: Spitzenreiter für mindestens eine Nacht

Von: Christoph Pauli
Letzte Aktualisierung:
000001f75249baa7_ANS-fb-alemannia-hennef-2014-0020.jpg
Die Alemannia besiegte den FC Hennef 05 am Ende doch noch mit 3:1. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Die Mannschaft ging als Tabellenführer ins Bett. Alemannia besiegte den FC Hennef mit 3:1. Und imposante 8900 Zuschauer erlebten zumindest einen sehr intensiven Fußballabend. Rückschlüsse lässt der Platz an der Sonne zu so einem frühen Zeitpunkt nicht zu.

 Auch vor einem Jahr lag das Team nach dem zweiten Spieltag mit sechs Punkten und 4:1 Toren in Front. Doch diesmal mehren sich die Indizien, dass der Trend stabiler ist. Diese Alemannia verfügt über erkennbar mehr offensive Optionen als noch vor ein paar Monaten.

Die einzige Änderung zum Auftakt: Behrens (für Stevens) rückte in die Startformation, Alemannia ging die Sachen forscher an. In den ersten Minuten nahmen sie den Gegner in den Schwitzkasten. Mit vielen Positionswechseln stellten sie dem Aufsteiger einige Aufgaben. Garcia verpasste nur knapp im Strafraum einen Steckpass von Duspara (2.), im nächsten Anlauf wurde gejubelt, nachdem Demai eingeschoben hatte.

Demais Treffer annulliert

Schiedsrichter Felix Schmitz wähnte Passgeber Garcia im Abseits und annullierte den Treffer. Eine knappe Entscheidung. Fabian Graudenz schoss aus 20 Metern 20 Zentimeter vorbei (13.) – eine frühe Führung bahnte sich an. Und dann gab es an diesem verregneten Sommerabend eine kalte Dusche. Die Gäste trauten sich aus ihrer Festung, holten einen Freistoß heraus.

Tobias Günther drosch den Ball in die Mauer, ehe er den Abpraller im zweiten Anlauf zum 0:1 verwandelte (18.). Alemannia war erkennbar irritiert. Nur Sekunden später musste Löhe einen Schuss von Fabian Schöller aus 16 Metern abwehren, nachdem Marcus Hoffmann auf dem rutschigen Boden ausgerutscht war. Mit dem Gegentor war die gefühlte Souveränität vorerst dahin.

Jerat früh ausgewechselt

Die Gäste verstellten die Räume, verschleppten clever das Tempo. Aimen Demai durfte ein halbes Dutzend Freistöße vor das gegnerische Tor schaufeln, ohne dass es besonders gefährlich wurde. Sein angeschlagener Nebenmann Tim Jerat musste noch vor dem Wechsel gegen Tim Lünenbach mit einer Prellung ausgewechselt werden (40.).

Den Hausherren glückte dann doch noch der Ausgleich. Mittelstürmer Domagoj Duspara setzte sich enorm robust gegen Tobias Günther im Strafraum durch, der Torschütze verursachte eher linkisch einen Strafstoß. Zwei Meter Anlauf reichten Aimen Demai, um sicher den Ausgleich zu erzielen (45.).

Alemannia verschärfte das Tempo, das Publikum erhöhte die Lautstärke. Garcia legte für Behrens auf, der freistehend an Gästekeeper Rene Monjeamb (47.) scheiterte. Es war nicht die letzte Begegnung der beiden Kontrahenten, auch das nächste Duell gewann Monjeamb mit einer prächtigen Parade gegen den Aachener Angreifer (61.).

Der Torhüter mit Aachener Vergangenheit hielt seine Mannschaft im Spiel. Garcia spielte prächtig Tim Lünenbach frei, eine Chance wie ein Elfmeter, aber wieder war Monjeamb der Sieger (66.). Für Garcia war es die letzte Aktion, Sahin Dagistan kam zu seiner Tivoli-Premiere. Aachen wollte mehr, war aber gewarnt.

Die Hennefer spielten erstaunlich selbstbewusst für einen Aufsteiger. Sie verursachten indes zu viele Freistöße. Eine lange Zeit ging das gut, dann schwebte wieder einmal ein Freistoß von Aimen Demai herein, und mit einer Bogenlampe köpfte Marcus Hoffmann sein Team 2:1 in Front (72.). Vorerst treffen nur Abwehrspieler für Alemannia. Der Innenverteidiger hätte sein Torkonto erhöhen können beim nächsten Eckball – fand aber wieder in Monjeamb seinen Meister (74.). Hoffmann hatte Witterung aufgenommen, Tobias Günther kratzte seinen Drehschuss von der Linie (78.). Die Hausherren wollten die Führung nicht schnöde verteidigen, sie lechtzten nach mehr. Hennef wurde müde, verlor Andreas Moog noch per Gelb-Roter Karte (80.). Sahin Dagistan staubte noch zum 3:1 ab für den Tabellenführer (82.).

Der Aufsteiger war am Ende noch gut bedient, weil vor allem Behrens sich weitere Treffer für andere Gelegenheiten aufhob . . .

Leserkommentare

Leserkommentare (1)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert