Aachen - Alemannia möchte die Saison als Pokalsieger beenden

Alemannia möchte die Saison als Pokalsieger beenden

Von: pa
Letzte Aktualisierung:
van Eck
Zufrieden mit dem ersten Test im neuen Jahr: René van Eck. Foto: Wolgang Birkenstock

Aachen. Ein bisschen hat sich Viktoria Köln dann doch verkalkuliert. Im Dezember wurde die Pokal-Partie gegen Alemannia Aachen verschoben. Ein paar Gründe fielen dem Regionalligisten damals rechtzeitig ein. Die Hoffnung, dass der Gegner nun am Samstag (13 Uhr) nur noch mit der Rest-Belegschaft auflaufen würde, hat sich nicht erfüllt.

Nur der Kapitän ist bislang von Bord gegangen, hat bei Viktoria Köln sofort ein geregeltes weiteres Auskommen gefunden. Aber vorerst sieht das Team 2013 dem Team von 2012 noch sehr ähnlich. Das wird nicht so bleiben, bis zum 18. Januar hat jeder Profi Zeit, sich mit der neuen finanziell dramatischen Situation anzufreuden – oder auch nicht.

Vorerst bleibt der Kader, der mitten in der Saison neu formiert werden muss, noch zusammen. „So extrem habe ich das noch nicht erlebt“, sagt Trainer René van Eck. In der kleinen Spielpause hatte ein Zweitligist aus der Schweiz Interesse am „Hollandschwizer“, aber der 46-Jährige hat abgewunken. „Ich nehme die Situation hier als Herausforderung. Wenn wir noch den Klassenerhalt schaffen würden, wäre das ein Gefühl wie bei einem Gewinn der Meisterschaft.“ Van Eck und sein Trainerstab haben deswegen – im Gegensatz zu den Spielern bislang – der Gehaltskürzung zugestimmt. „Es ist reizvoll, die Karre aus der Scheiße zu ziehen.“

Ein bisschen kann auch der FVM-Pokal dazu beitragen, wenn der Drittligist als Sieger in die erste DFB-Hauptrunde einziehen würde. Mit dem Beinahe-Drittligisten Viktoria Köln wartet schon in der zweiten Runde die größte sportliche Herausforderung auf den ranghöchsten Teilnehmer. Die Kölner dürfen keinen zersausten, depressiven Gegner erwarten. „Wir fahren als Favorit dorthin, wollen die Hürde nehmen.“ Der Gewinn des Wettbewerbs ist das zweite sportliche Saisonziel.

Van Eck sagt, dass seine Aufstellung sich nicht an den laufenden Gesprächen orientiert. Profis wie Borg, Weber, Olajengbesi, Melka, die sich der Verein nicht mehr leisten kann, haben noch ihre Einsatzchance. Der Trainer sagt aber auch, dass er nicht viel ändern wird im Vergleich zum letzten Spiel gegen Arminia Bielefeld. Junge Spieler wie Armand Drevina, Robert Leipertz oder auch die neue Nummer 1, Mark Flekken, bekommen unverhofft eine enorm knifflige Aufgabe gestellt.

Vor ein paar Wochen scheute sich der Trainer noch, den Nachwuchskeeper auf die raue See zu schicken. Die Lage ist für heranwachsende Talente nicht komfortabler geworden. „Aber wenn ich warte, bis es hier nochmal ruhiger ist, hat er bereits einen langen Bart“, vermutet van Eck. „Die Situation bei uns wird schwierig bis zum Saisonende bleiben. Damit müssen wir umgehen.“ Ein erfolgreicher Wettkampf-Start würde der jünger werdenden Mannschaft schon mal helfen . . .

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert