Aachen - Alemannia: Mit Krumpen in die „Mission impossible“

Alemannia: Mit Krumpen in die „Mission impossible“

Von: Klaus Schmidt
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Die Nummer eins der ersten elf Spieltage kehrt zurück: Tim Krumpen steht wieder zwischen den Pfosten. Foto: imago/Dünhölter

Aachen. Es machte keinen Sinn mehr. Mark Flekken kam mit schmerzverzerrtem Gesicht vom Trainingsplatz, „es ist schlimmer als am Freitag, bei jedem Schuss tut es in den Adduktoren weh“. Der 19-Jährige, der schon beim 3:4 gegen Hansa Rostock über Probleme geklagt hatte, brach die Einheit am Montagvormittag ab.

„Ich wäre der Mannschaft keine Hilfe“, sagte Flekken. Und so steht am Dienstagabend (19.00 Uhr) im Nachholspiel bei Rot-Weiß Erfurt wieder der Mann zwischen den Pfosten, der als Nummer eins mit Alemannia Aachen in die Saison gegangen war: Tim Krumpen.

Seit seinem letzten Einsatz am 25. September (1:2 gegen Preußen Münster) hat sich einiges getan am Tivoli. Die letzte Petitesse: Das Attribut „Schießbude der Liga“ pappt jetzt nicht mehr alleine am 1. FC Saarbrücken, sondern auch am Tabellenletzten (53 Gegentore). Die Klasse sportlich noch zu retten, erscheint fast schon als „Mission impossible“. „Es gibt kaum noch Leute, die an uns glauben“, sagt Cheftrainer René van Eck, das sei jedoch ziemlich egal. „Hauptsache ist, dass wir an uns glauben. Aber ich kann nicht in die Köpfe der Spieler schauen.“

Neben Krumpen wird auch Sascha Marquet nach Verletzung des Sprunggelenks in die Startelf rücken. Auf welcher Position, das entscheidet sich kurzfristig. Sollte Timmy Thiele (Knie) den Belastungstest nicht bestehen, übernimmt Marquet die Mittelfeld-Zentrale. Gibt es grünes Licht für Thiele, dann spielt Marquet auf dem Flügel – und Marcel Heller wäre draußen. Der hatte sich gegen Rostock als einer der erfahrenen Spieler den Zorn des Trainers zugezogen, weil er am Ende kaum noch nach hinten arbeitete. „Das können wir nicht gebrauchen, dass hier jemand sein Ego pflegt und sich feiern lassen will, weil er das 3:1 vorbereitet hat“, sagt van Eck.

Sascha Herröder, der Kapitän, spricht von Gefühlen zwischen „Wut und Leere“ nach dem unfassbaren letzten Freitag. Den von Manager Uwe Scherr eingeschleusten Kabinen-Besucher hätten einige gar nicht richtig wahrgenommen und erst hinterher gefragt: „War das Torsten Frings?“ Herröder ahnt, dass der Empfang am Dienstag in Erfurt (die Erstansetzung fiel Aachens Krankheitswelle zum Opfer) nicht der herzlichste sein wird. „Vielleicht nicht so schlecht, wenn die Hass auf uns haben. So blöd es sich anhört: Wir müssen weiter Gas geben, auch wenn es jetzt richtig eng geworden ist.“

Das gilt einmal mehr für den Kader: Torhüter Kevin Rauhut und Mittelfeldspieler Kazuya Odawara aus der „Zweiten“ traten am Montag die Fahrt nach Erfurt mit an, Armand Drevina und Phillipp Simon blieben daheim. Die beiden Abiturienten beschäftigen derzeit andere Rechnungen als die um den Klassenerhalt: Sie schreiben am Mittwoch ihre Mathe-Klausur.

Voraussichtliche Aufstellung: Krumpen – Wilschrey, Erb, Schaffrath, Herröder – Brauer, Thiele (Marquet), Andersen – Marquet (Heller), Murakami, Kefkir

Schiedsrichter: Benjamin Brand (Gerolzhofen)

Punktspielbilanz gegen Erfurt: 3 Spiele – 1 Sieg, 1 Remis, 1 Niederlage

Den Liveticker zum Spiel gibt es hier.

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