Alemannia: Mit einem ganzen Bus gegen Münster

Von: eck
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Sie ist weiterhin eine feste G
Sie ist weiterhin eine feste Größe im Team der „Ladies in Black”, auch ohne Kapitänsbinde: Karolina Bednarova. Foto: Wolfgang Birkenstock

Aachen. „Die Freude an ihrem Sport und vor allem über den 3:2-Sieg gegen Hamburg ist bei jeder Trainingseinheit deutlich zu spüren”, berichtet Stefan Falter. Aber der Chefcoach der Bundesliga-Volleyballerinnen von Alemannia Aachen fügt gleich hinzu: „An der hundertprozentigen Konzentration ändert das gar nichts. Niemand lässt die Zügel schleifen.”

Der Fokus ist speziell auf den USC Münster gerichtet, der am Sonntag (14.30 Uhr) die „Ladies in black” in der Halle am Berg Fidel erwartet.

Mit dem Team von Trainer Axel Büring kommt auf die Alemanninnen gleich der nächste dicke Brocken zu. Das nötigt der Mannschaft um Kapitänin Anke Borowikow den erforderlichen Respekt ab, erzeugt aber keinesfalls auch nur den Anflug von Angst. „Unser guter Start treibt die Spielerinnen zusätzlich an, verleiht ihnen zusätzlich Kraft”, weiß Stefan Falter, der sich mit der Einschätzung des Gegners eher zurück hält. „Natürlich habe ich mir Münsters 3:0-Spiel in Köpenick angesehen. Ob der USC so dominant oder der Gastgeber so schwach war, möchte ich nicht beurteilen.”

Ein anderer Gegner als Hamburg

Über die Westfälinnen weiß Aachens Trainer allerdings genug. „Auf jeden Fall wartet ein ganz anderes Spiel auf uns als zuletzt gegen Hamburg”, orakelt Stefan Falter. „Der USC, der ebenfalls ganz oben mitmischen will, hat im Grunde zwei Varianten im Repertoire. Nach einer guten Annahme wird mit enorm hohem Tempo auf die Außen gespielt, ansonsten mit hohen Anspielen agiert. Und dann wird der Ball in unser Feld gedroschen.” Besonders zu beachten sind dabei die 1,93-Meter-Frau Hana Cutura und die nur drei Zentimeter kleiner Lonneke Sloetjes. Zu den absoluten Leistungsträgerinnen in den Münsteraner Reihen gehört zudem Libera Linda Dörendahl.

Den Kampf angenommen

Auch diese Details beunruhigen den Gast aber keineswegs, immerhin weiß man um die eigene Stärke. Die Umsicht, mit der Zuspielerin Lucy Wicks ihre Aktionen variiert hat, waren beim Saisonauftakt ein Beleg dafür, dass die Britin nach ihrem Karriere-Höhepunkt - Olympische Spiele im Heimatland - keinen Gedanken daran verschwendet, es jetzt langsam ausklingen zu lassen. Sie hat den Kampf aufgenommen, um ihre Position gegen die mächtig nachdrängende Karen Lißon zu behaupten. Karolina Bednarova ist auch ohne die zusätzliche Motivation des Kapitäninnenamtes weiterhin eine feste Größe im Alemannia-Spiel. Sie übernimmt nach wie vor Verantwortung und bringt sich hundertprozentig ein.

In ihrer zweiten Saison als „Lady in black” merkt man Anke Borowikow deutlich an, dass sie im Dreiländereck richtig heimisch geworden ist. Die Wahl zur Spielführerin bedeutet keinen Hemmschuh - im Gegenteil, die Mittelblockerin fordert jetzt noch mehr von sich. Und dann gibt es ja auch noch Barbara Dégi, die sich nicht mit der Rolle als Reservistin zufrieden geben will.

Darauf muss Kimika Rozier noch einige Zeit warten. Nach dem Missgeschick mit dem kleinen Finger der linken Hand muss die Amerikanerin noch gut eine Woche ihren Gips tragen.

„Wenn der ab ist, wird es noch acht, neun Wochen dauern, bevor sie wieder daran denken darf, Volleyball zu spielen”, bedauert Stefan Falter. In Münster wird die dritte Mittelblockerin aber in jedem Fall das Kontingent der Fans verstärken. Diese reisen mit einem Bus an, um ihren Idolen lautstarken Rückhalt zu geben.
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