Alemannia könnte am Dienstag beim Amtsgericht erscheinen

Von: pa
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Die Stadt Aachen wird Strafanzeige gegen Verantwortliche von Alemannia Aachen erstatten. Foto: dpa Foto: dpa

Aachen. Das Aachener Amtsgericht ist längst in Kenntnis gesetzt worden von Alemannias Zahlungsunfähigkeit, der Antrag auf ein Insolvenzplanverfahren wird noch in dieser Woche von Michael Mönig gestellt. Vorher muss der Restrukturierungsbeauftragte noch einen vorläufigen Gläubigerausschuss einberufen. Zeitnah wird auch feststehen, wer Alemannias Insolvenzverwalter wird.

Der Fachanwalt aus Münster hat zuletzt bei verschiedenen Gelegenheiten mit dem renommierten Aachener Insolvenzverwalter Rolf-Dieter Möning erfolgreich zusammengearbeitet. Die beiden hatten im März bei Adessa Moden in Würselen erreicht, dass die Gläubiger einem Insolvenzplan zugestimmt hatten. Auch bei LR Ahlen waren die Juristen im letzten Jahr Seite an Seite aktiv.

Das Gericht muss entscheiden, wer geeignet ist, die Geschichte der zahlungsunfähigen GmbH unparteiisch aufzurollen. Vor gut zwei Jahren war Mönning in den Verwaltungsrat gewählt worden. Er verzichtete damals nach der Jahreshauptversammlung, nachdem Jürgen Linden und Hubert Herwartz als die Vorsitzenden von Aufsichts- und Verwaltungsrat nicht wiedergewählt wurden. „Für mich war es ein Enthauptungsschlag“, begründete der Insolvenzrechtler seinen Schritt damals. „Man tauscht die wichtigsten Protagonisten in einer lebensbedrohlichen Situation nicht aus.

Das hat Folgen: Man muss für alles, was man tut, Verantwortung übernehmen“, schrieb er den Kritikern ins Gebetbuch. „Man kann nicht einfach ein bisschen zündeln und dann darauf vertrauen, dass andere am Ende löschen. Dazu stehe ich auf jeden Fall nicht zur Verfügung“, sagte er in einem Interview mit unserer Zeitung im Sommer 2010. „Wenn ich mit einem Segelboot in schweres Wetter gerate, ist die Demokratie am Ende. Da kann ich nicht noch zwei Tage über den Kurs diskutieren, sondern muss die ans Ruder lassen, die den Kurs halten können. Auf Alemannia bezogen: Der Verein braucht noch zwei, drei Jahre, um ins normale Geschäft zurückzukehren. Diese Entwicklung bei der Versammlung war für diesen Prozess sicher nicht förderlich.“

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