Aachen - Alemannia: Eine interne Lösung wird es nicht geben

Alemannia: Eine interne Lösung wird es nicht geben

Von: Klaus Schmidt
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Wer wird der neue sportliche Ansprechpartner für Alemannia Aachens Manager Uwe Scherr? Die Suche nach einem Nachfolger für René van Eck läuft heute richtig an. Foto: imago/Team 2/Montage: Horst Thomas Foto: imago/Team 2/Montage: Horst Thomas

Aachen. An diesem Freitagmittag hatte René van Eck ganz nah am Wasser gebaut. Es war die letzte Pressekonferenz vor einem Heimspiel für den Cheftrainer von Alemannia Aachen, van Eck sprach davon, dass man am Samstag (13.30 Uhr) gegen die „Zweite“ des VfB Stuttgart „noch mal alles versuchen“ und den Fans „danke sagen“ wolle für ihre Unterstützung, auch wenn das ja nun nicht geklappt habe mit dem sportlichen Ziel, die Klasse zu halten.

Und dann wurde es persönlich. „Alemannia ist mir ans Herz gewachsen. Ich habe hier Freunde gewonnen. Das sind Dinge, die man aufgibt.“ Van Eck, so war in diesem Moment zu erkennen, verlässt den Tivoli mit zwei weinenden Augen. Doch diese finanzielle Offerte zur Vertragsverlängerung für die Regionalliga konnte er nicht annehmen. „Ich verstehe, dass die Angebote niedriger sein müssen.“

Dass Manager Uwe Scherr aber nicht mal nachgefragt habe, was der Niederländer denn brauche, um die Verpflichtungen gegenüber seinen drei Kindern zu erfüllen, das irritierte van Eck. Zeigt ein Verein so, dass man wirklich mit ihm den Neuaufbau in Angriff nehmen wollte – unabhängig davon, ob die Verdienstmöglichkeiten diskussionsfähig sind oder nicht?

Regionalliga-Kenner gesucht

Für Scherr kam die Entscheidung van Ecks „ein bisschen überraschend“, deshalb sei das Anforderungsprofil an den neuen Trainer „noch nicht abgesteckt. Es wäre aber nicht schlecht, wenn er sich in der Regionalliga auskennen würde.“ Eines schließt der Alemannia-Manager aus: eine interne Lösung mit Peter Schubert (U23) oder Ex-Kapitän Reiner Plaßhenrich (U19).

Begründung: „Es hat sich kein Vertrauensverhältnis aufgebaut. Die Zusammenarbeit hat sich nicht so entwickelt, wie ich das erwünscht und erwartet hatte.“ Näher erläutern will Scherr das nicht. Das Verhältnis zu den beiden Nachwuchstrainern ist gestört. Plaßhenrich sagt: „Damit hatte ich auch nicht gerechnet, dass ich eine Rolle spielen würde.“ Weil? „Dazu sage ich nichts.“

Maximal 23 Spieler

20 bis maximal 23 Spieler soll der neue Kader umfassen. Uwe Scherr will „auf Jungs aus dem eigenen Nachwuchsbereich setzen, die die gehaltsmäßige Anpassung an die Regionalliga mitmachen“ und „die Vorgespräche intensivieren“. Die innerbetrieblichen Funkstörungen sind nun nicht die besten Voraussetzungen für den Start in die Viertklassigkeit.

Der Name Alemannia hat zudem nach dem größten Absturz der Klubgeschichte deutlich an Strahlkraft verloren. Die Zeiten, in denen eine Vakanz auf dem Trainerstuhl eine Flut an Interessenten heranspülte, sind erst mal vorbei. Lediglich „eine Handvoll Bewerbungen“ hat Scherr bislang registriert, „aber da ist nichts Brauchbares dabei“. Vieles laufe über „Mundpropaganda, da werden Namen in den Ring geworfen. Aber das ist noch nicht richtig sondiert.“ Der Manager hat eine Liste in Arbeit, „die werde ich dann abtelefonieren. Damit werde ich nach dem Spiel am Samstag beginnen.“

Voraussichtliche Aufstellung: Flekken – Brauer (Wilschrey), Ajani, Herröder, Strujic – Andersen, Thiele, Drevina – Heller, Marquet, Kefkir

Schiedsrichter: Lothar Ostheimer (Pfaffenhofen/Ilm)

Punktspielbilanz gegen Stuttgart II: 1 Spiel – 1 Niederlage

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