Alemannia: Auf der Suche nach Normalität

Von: pa
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Alemannia Tivoli Ersatzbank
Keiner will beim Topspiel gegen Essen auf der Bank Platz nehmen. Foto: dpa

Aachen. Für den Trainer ist es ein persönlicher Rekord. 17.500 Fans kamen mal zu seinen Zeiten beim VfB Lübeck ins Stadion, als der VfB Stuttgart mühsam die nächste Pokalrunde erreichte. Am Samstag werden 30.313 Fans mitbekommen, wie Alemannias Coach Peter Schubert seine Mannschaft gegen RW Essen einstellt.

Ein spezielles „Show-Coaching“, weil mehr Kameras am Tivoli unterwegs sind, ist nicht zu erwarten. Stattdessen ist die Idee: so viel Alltag wie möglich in das Spitzenspiel der Regionalliga hineinzupacken. Zwei Tage vor der Partie sind Aimen Demai und Michael Lejan kränklich, über den Einsatz wird später entschieden. Einige Grippeopfer beklagte die Mannschaft in den letzten Tagen, betroffen ist auch Neuzugang Viktor Maier. Für die Aufstellung gibt es dementsprechend viele Gedankenspiele. Auf der Torwart-Position gibt es allerdings eine deutliche Tendenz zu Jonas Ermes. Der 22-Jährige könnte den gesperrten Frederic Löhe vertreten. „Er ist erfahren und entspannt“, steht in seiner Personalakte, sagt Schubert.

„Wir tüfteln noch an der richtigen Taktik“, sagt der Coach. Auch wenn beide Teams in der letzten Pause noch einmal die Belegschaft ein bisschen aufgepeppt haben, treffen am Tivoli zwei alte Bekannte aufeinander.

Das Duell wird von Dr. Martin Thomsen begleitet. Auch der Schiedsrichter hat noch nie vor einer solchen Kulisse gepfiffen. Am Tivoli war der Diplom-Kaufmann im September 2012 vorübergehend in Ungnade gefallen. Er leitete die Drittliga-Partie gegen Preußen Münster (0:2) nicht sonderlich überzeugend. Dass er in Münster seinen Arbeitsort hatte, machte ihn aus Sicht des Ex-Managers Uwe Scherr eher verdächtig.

Von einem Protest sahen die Aachener damals mangels Erfolgsaussichten ab. Inzwischen ist Thomsen auch in der 2. Liga unterwegs. Gedanken zum Schiedsrichter will sich Schubert nicht machen. Der Alltag soll nicht gestört werden.

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