Aachen gegen FC Kray: Spielerisches Feuerwerk ist nicht zu erwarten

Von: Helga Raue
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Einsatz in der Viererkette? Bastian Müller (vorne) wird wohl den gelbgesperrten Michael Lejan (links) heute ersetzen. Foto: sport/Dünnhölter

Aachen. Eine Niederlage ist nun mal das, was sie ist – eine Niederlage und damit negativ. Das unnötige Ausscheiden im Halbfinale des FVM-Pokals – 1:2 beim Bonner SC – tat weh und hallte unter der Woche noch bei Alemannia Aachen nach.

Und wenn man der Niederlage überhaupt etwas ansatzweise Positives abgewinnen will, dann vielleicht, dass sie ein Warnschuss zur rechten Zeit gewesen sein könnte. Die Regionalliga biegt langsam auf die Zielgerade ein, und will man das nun auch ausgesprochene Ziel „Aufstieg“ nicht verpassen, muss heute beim FC Kray wieder gepunktet werden.

Es war ein Gefühl, das man am Tivoli lange nicht mehr gehabt, ja vielleicht sogar fast vergessen hatte. „Wir haben lange nicht mehr verloren. Die Niederlage hat die Mannschaft schon ziemlich beschäftigt“, spürte auch Aachens Cheftrainer Peter Schubert, aber auch, „dass wir das Pokal-Aus jetzt abgehakt haben“. Nachkarten bringt eh nichts, die anstehenden Aufgaben erfordern alle Konzen-tration. Denn auf Kray folgt schon am Freitag, 19.30 Uhr, auf dem Tivoli das vielleicht vorentscheidende Spiel gegen Tabellenführer Borussia Mönchengladbach II.

Die Pokalniederlage als Warnschuss vor den Bug? „Platz zwei ist schön, aber dafür kann man sich ja nichts kaufen, das hört sich nur besser an als Platz 12 oder 13. Aber auch das ist nur eine Platzierung, die nicht zum Aufstieg und nicht zum Abstieg führt“, spricht Schubert das bisher gemiedene „A-Wort“ inzwischen lässig aus. In Kray soll der nächste Schritt in diese Richtung gemacht werden. „Wir sind alle fokussiert, wissen, wie schwer es dort wird.“

Vier Spiele in Folge blieb Kray ungeschlagen, darunter jeweils 1:0-Siege gegen RWE und Köln II, kassierte zuletzt aber eine deftige 0:4-Pleite in Wiedenbrück. „Kray spielt immer gut gegen starke Teams, das scheint eine zusätzliche Motivation zu sein. Die Gastgeber haben Potenzial in der Offensive. Zudem sind sie nicht allzu weit von der Abstiegszone entfernt, werden also punkten wollen“, warnt Schubert. 1:1 endete das Hinspiel, weil die Essener ihre einzige Chance nutzten und Aachen davon zu viele liegen ließ. „Primär konzentrieren wir uns auf uns, es ist wichtig, dass wir unsere Leistung abrufen und von Beginn an zeigen, dass wir punkten wollen. Das geht nur über den Willen, wir müssen Kampf, Einsatz und Leidenschaft in die Waagschale werfen. Ein spielerisches Feuerwerk darf niemand erwarten.“

Die Startformation wird gegenüber dem Pokalspiel verändert, da Marcus Hoffmann, Peter Hackenberg und Dennis Dowidat wieder zur Verfügung stehen und „Kandidaten für die Startelf sind“, so Schubert schmunzelnd. Michael Lejan fehlt gelbgesperrt. Da der in der Winterpause als Backup für die linke Seite in der Viererkette verpflichtete Roberto Guirino weiter und wohl sogar für den Rest der Saison ausfällt, muss Aachens Coach umstellen. Am Ostermontag ließ er im Mittelrheinliga-Spiel der zweiten Mannschaft je eine Halbzeit lang Nico Opper und Tobias Mohr hinten links testen. Wahrscheinlichster Lejan-Ersatz dürfte aber Bastian Müller sein. „Der kennt diese Position ja schon aus Düsseldorf“, bestätigte Schubert. Eine weitere Alternative ist Kris Thackray. „Das ist eine Möglichkeit, auch wenn es für ihn auf dieser Position ein Kaltstart wäre.“

Mögliche Aufstellung: Löhe - Ernst, Hackenberg, Hoffmann, Müller - Ito (Garcia), Demai, Jerat, Dowidat - Maier, Behrens

Schiedsrichter: Andreas Steffens (Mechernich)

Bilanz: 1 Spiel/1 Remis/1:1 Tore

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