19. Drielandenomloop: 200 Radrenner auf die Strecke

Von: Wilhelm Peters
Letzte Aktualisierung:
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Jagd durch die engen Straßen des niederländisch-deutsch-belgischen Hügellandes: Das Peloton des Drielandenomloops, hier 2014 in der Nähe von Kerkrade.
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Gewann 2014 den Drielandenomloop und bekam einen Profivertrag: Bert-Jan Lindeman.

Aachen/Bocholtz. Als der Niederländer Bert-Jan Lindeman am 10. August 2014 in Bocholtz die Ziellinie des Drielandenomloops passierte, durfte sich der Radrenner nicht nur über seinen Sieg bei der 18. Auflage des Klassikers im Dreiländereck Aachen-Holland-Belgien freuen.

Als Lohn winkt dem Gewinner dieses Rennens, das 2014 nach 17-jähriger Pause erstmals wieder zur Austragung kam, nämlich auch ein Profivertrag bei einem WorldTeam, einem Erstligisten der Branche also. Lindeman, damals im Trikot der Nachwuchsmannschaft Rabobank Development Team unterwegs, erhielt einen Kontrakt bei der Elite-Equipe Lotto NL-Jumbo, eine von weltweit nur 17 Radrenn-Gruppen, die vom Weltverband UCI 2015 mit einer WorldTeam-Lizenz ausgestattet sind.

Schon deshalb lohnt es sich für die besten Nachwuchsrenner (Junioren und U 23), vornehmlich die aus den Niederlanden, den Drielandenomloop als mögliches Sprungbrett auf die große Bühne zu nutzen – es zumindest aber zu versuchen. Da wundert es kaum, dass zur 19. Auflage am Sonntag, 3. Mai, 25 „Zweit- und Drittligisten“ mit je acht jungen Fahrern auf die 185 Kilometer lange Strecke von Bocholtz nach Bocholtz gehen – darunter auch das Dürener Cycleteam Hergarden, das Ende 2008 als Teil des RSV Düren gegründet wurde.

„Unser Rennen ist ein extrem schwerer Klassiker, an dem in diesem Jahr 22 niederländische, zwei deutsche und ein belgisches Team teilnehmen“, sagt George Deswij- zen, der Sprecher der „Stichting Drielandenomloop“. Das ist angesichts des Streckenprofils sicher nicht übertrieben. 22 giftige Anstiege mit elf Bergwertungen warten auf die Fahrer, die in diesem Jahr drei Monate früher starten als im Vorjahr. „Das hat Sicherheitsgründe“, erklärt Deswijzen, „August ist Ferienzeit und dann ist viel los in Limburg. Und freiwillige Helfer zu bekommen, ist im Sommer deswegen auch schwieriger. Deshalb sind wir in diesem Jahr auf den früheren Termin gegangen.“

Rund 30 der 185 Kilometer jagen die Fahrer auf deutschem Gebiet (Horbach, Richterich, Ors-bach, Vetschau, Laurensberg und Vaalserquartier sind deutsche „Berührungspunkte“), der Großteil aber führt die Rennfahrer durch das „Heuvelland“, das limburgische Hügelland, durch das sich bekanntlich auch die Profis beim Amstel Gold Race quälen. „Aber unsere Strecke ist anders. Kaum eine Passage ist identisch mit dem Weltcup-Rennen“, erläutert Deswijzen. „Wir wollten etwas Neues machen, eine neue Geschichte schreiben sozusagen“.

Und wenn um 12 Uhr mittags der Startschuss gefallen ist, die 200 Rennfahrer dann stundenlang ihre Positionskämpfe austragen, wird am Ende, etwa gegen 16.30 Uhr in Bocholtz, zumindest der Sieger auch ein kleines Stückchen Geschichte schreiben. Dem winkt nämlich auch in diesem Jahr ein Profivertrag. Und auf dem Podium kann er erstmals auch mit der Siegerin des Frauenrennens (100 Kilometer) feiern. Bei der gemeinsamen Siegerehrung.

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