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1:2 gegen Babelsberg: Essig trübt Laune der Alemannen

Von: Christoph Pauli
Letzte Aktualisierung:
Alemannia Babelsberg
Alemannia Aachen hat trotz Führung noch mit 1:2 (1:0) verloren. Foto: Martin Ratajczak
Alemannia Babelsberg
Alemannia Aachen hat trotz Führung noch mit 1:2 (1:0) verloren. Foto: Martin Ratajczak
Alemannia Babelsberg
Alemannia Aachen hat am Samstag in der 3. Fußball-Liga gegen den SV Babelsberg 03 trotz Führung noch mit 1:2 (1:0) verloren. Foto: Martin Ratajczak

Aachen. Nur noch weg. Die Partie war keine acht Minuten vorbei, da war Mark Flekken schon auf dem Heimweg. Sprechen wollte Alemannia Aachens guter Keeper nicht mehr, nur noch fluchen. 1:2 hatte seine Mannschaft gerade gegen den SV Babelsberg verloren, der nun nach Punkten aufgeschlossen hat. Christian Essig hatte kurz vor Toresschluss Flekken mit einem gekonnten Freistoß aus 22 Metern entscheidend überwunden.

Essig für Aachen. Diese Niederlage gegen einen Gegner, der zuletzt sieben Mal in Folge nicht gewinnen konnte, war der bislang schlimmste Moment für das neuformierte Aachener Team. „Sehr, sehr bitter“, fasste nicht nur Robert Wilschrey den Nachmittag zusammen.

Der hatte durchaus gut begonnen. Schon die erste, kurz gespielte, Aachener Ecke führte nach sieben Minuten zum 1:0. Schumachers Flanke fälschte Assimiou Touré per Kopf ab ins eigene Tor. Mehr Sicherheit kam dadurch nicht ins Aachener Spiel.

Die Hausherren waren im Zentrum erkennbar verwundbar. Und der frühe Ausfall von Kristoffer Andersen (12./Leistenverletzung, fehlt auch am Dienstag in Erfurt) erhöhte die Sicherheit nicht. Die Gäste kamen regelmäßig zu Chancen, weil Aachener in der Defensive nicht kompakt genug war. Die Abstände waren zu groß, die Formation ist in dieser Aufstellung nicht eingespielt.

Müllers Kopfball-Heber klatschte knapp neben dem Tor ins Aus (9.), dann kam Oliver Heil freistehend am Elfmeterpunkt zum Schuss und schaffte nicht mehr als eine Rückgabe (19.). Oliver Kragl scheiterte nach einem Rückpass an Flekken, der reaktionsschnell das rechte Bein rausschnellte (28.).

„Das war heute ein Mentalitätsspiel. Die Jungens sind großartig zurückgekommen nach dem Rückstand“, urteilte Babelsbergs Trainer Christian Bembennek, der dennoch die Kabinenwände in der Pause erzittern ließ.

Den Gästen half das nächste Eigentor. Einen Freistoß von Kreuels drosch Murakami mit einem Querschläger ins eigene Netz (52.). Der Japaner war der Aushilfs-Innenverteidiger. Schnell war erkennbar, dass er eine ganz andere Ausbildung genossen hat. Der 31-Jährige denkt und handelt eher wie ein Stürmer. Er trägt die Risikobereitschaft in sich.

„Irgendwann kommen mit unseren Umstellungen und Einwechslungen auch mal ans Ende“, sagte Aachens Trainer René van Eck. Seine Mannschaft besteht zum überwiegenden Teil aus Spielern, die vor ein paar Monaten noch in der NRW-Liga unterwegs waren. Vor allen an Robustheit fehlte es an diesem Nachmittag.

Die Gruppe wehrte sich aber auch diesmal eindrucksvoll. Van Eck „beflügelte“ das Spiel mit Kefkir, und der Linksaußen hatte ein ganzes Arsenal guter Flanken mitgebracht. Seine erste Vorlage nahm Dario Schumacher volley, SV-Kapitän Daniel Reiche fälschte ab. Es fehlten nur wenige Zentimeter, und 8711 Fans hätten das dritte Eigentor das Tages gesehen (69.).

Aachens beste Phase auf dem Seifenplatz begann. Das Team nahm über den linken Flügel Fahrt auf. Sascha Marquet köpfte ein zum 2:1, doch Schiedsrichter-Assistent Matthias Zacher wähnte Flankengeber Dario Schumacher im Abseits. Timmy Thiele umkurvte ein paar Gegenspieler wie abgestellte Betonsäcke, sein Solo endete erst bei Gäste-Keeper Sascha Studer (79.). 

„Man hat am Ende gesehen, dass einige Spieler an ihre körperliche Grenzen gelanten“, beobachtete van Eck, „die Einstellung dieser Mannschaft ist einfach fabelhaft“. Sie hätte sich belohnen können, wohl auch müssen. Kefkir bedienten den eingewechselten Pozder, der aus sieben Metern den Siegtreffer verpasste (86.).

Und auch der eine Punkt wurde den Gastgebern in diesem Abstiegskampf in letzter Sekunde noch entrissen. „Das tut weh“, fasste Ersatzkapitän Timo Brauer zusammen.

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