Köln - 1. FC Köln leistet sich gegen Paderborn einen uninspirierten Auftritt

1. FC Köln leistet sich gegen Paderborn einen uninspirierten Auftritt

Von: Roman Sobierajski
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Unsanft gebremst: FC-Mittelfeldspieler Daniel Halfar bleibt an Paderborns Mario Vrancic hängen. Foto: sport/Eibner

Köln. Nach dem Hinrunden-Auftritt des 1. FC Köln beim SC Paderborn hatte Sport-Manager Jörg Schmadtke deutliche Worte gefunden. Vielleicht müsse man das Projekt Aufstieg noch einmal überdenken, befand der 49-Jährige nach dem mühsamen Unentschieden.

Die 0:1-Niederlage am Sonntag gegen die Ostwestfalen kommentierte Schmadtke da schon wesentlich gelassener. „Die Mannschaft hat geistige und läuferische Frische vermissen lassen“, befand Schmadtke und flüchtete sich in Ironie: „Die zweite Hälfte war besser, aber es wäre auch schwer gewesen, das Niveau der ersten noch nach unten zu drücken.“

Tatsächlich ist das Beste, das sich über die 45 Auftaktminuten vor 48 100 Zuschauern sagen lässt, dass sie so gut wie ereignislos verliefen. Lange Zeit war ein Freistoß von Alban Meha, der seinen Mitspieler Marvin Bakalorz „abschoss“, der einzige Eintrag in der Hitliste. Ein Kopfball von Patrick Helmes über das Paderborner Gehäuse Sekunden vor dem Halbzeitpfiff gesellte sich noch dazu. Ansonsten: Fehlanzeige.

Im zweiten Durchgang wollte der Tabellenführer der Zweiten Liga sein eigenes statisches Spiel aufbrechen, Trainer Peter Stöger brachte Bard Finne und Slawomir Peszko, doch das Erfolgserlebnis hatten die Gäste aus Paderborn nach nur zwei Minuten: Ein weiterer Freistoß von Meha von der Strafraumgrenze wurde von Daniel Halfars Kopf unhaltbar abgefälscht, die Kölner mussten einem Rückstand hinterherlaufen.

„Aber die Bewegung war nicht da, nicht die Laufbereitschaft, nicht die Überzeugung, dass wir das bessere Team sind. Und dann kommt alles zusammen“, sah Innenverteidiger Dominic Maroh Bemühungen seiner Mannschaftskollegen, die nicht von Erfolg gekrönt waren. „Wir sind eben nicht der FC Bayern München der Zweiten Liga, der alles an die Wand spielen kann.“

Tatsächlich erspielte sich der FC genau zwei Möglichkeiten, die das Prädikat Torchance verdient hatten: Mit einer Glanzparade wehrte Paderborns Torwart Lukas Kruse einen Schuss von Peszko ab, den Abpraller konnte Finne aus bester Position nicht im Tor unterbringen (57.), einen Schuss von Daniel Halfar aus 20 Metern lenkte Kruse an die Latte (70.). „Dann sind wir auf die seltsame Idee gekommen, lange, hohe Bälle zu spielen“, wunderte sich Jörg Schmadtke, „und das angesichts der Tatsache, dass wir Bard Finne (1,74 Meter), Daniel Halfar und Kazuki Nagasawa (beide 1,73 Meter) vorne drin haben. Wirklich eine seltsame Idee.“

Kölns Trainer Peter Stöger musste feststellen, dass er vor der Partie vergeblich den Mahner gegeben hatte: „Die Niederlage ist keine Sensation“, befand der 47-Jährige. „Ich habe seit Wochen davor gewarnt, dass alle sagen, dass wir eigentlich schon in die Erste Liga aufgestiegen sind.“ Doch letztendlich fand Stöger noch ein positives Körnchen: „Das war ein Schlag ins Gesicht, hoffentlich zur rechten Zeit.“

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