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Für Ahlmann bleibt nur die Zuschauerrolle

Von: Roman Sobierajski
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Am Ende blieb für Christian Ahlmann im NRW-Preis Platz zwei – und die Zuschauerrolle im abschließenden Großen Preis von Aachen. Foto: Birkenstock
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Kent Farrington war eine halbe Sekunde schneller. Foto: Birkenstock

Aachen. Nicht nur im zweiten und entscheidenden Umlauf des Preises von Nordrhein-Westfalen war Kent Farrington der Schnellste, auch bei der Pressekonferenz erschien der Weltranglisten-Führende als Erster, so dass Zeit für einen kleinen Plausch mit dem Turnierdirektor blieb.

„Gut zu sitzen hier, oder?“, fragte Frank Kemperman und ließ einen Klaps auf die Schulter folgen. „Ja, tolles Gefühl“, pflichtete der US-Amerikaner bei, „und es gibt viele, die hier gerne sitzen würden.“

13 Starter im zweiten Umlauf

Einer, der auf jeden Fall mit Riesenfreude auf dem Siegerstuhl Platz genommen hätte, war Christian Ahlmann, der sich auf Taloubet Z Kent Farrington und seinem 16-jährigen Wallach Uceko um knapp eine halbe Sekunde geschlagen geben musste. „I had a shit start in the week“, blickte Ahlmann auf eine stark verbesserungswürdige erste Chance zur Qualifikation für den Großen Preis von Aachen zurück. Ob Platz zwei im NRW-Preis nun langte, war lange unklar.

„Natürlich wäre ich gerne dabei, wenn nicht, schaue ich halt von der Tribüne aus zu“, erklärte Ahlmann fatalistisch und musste eine halbe Stunde später zur Kenntnis nehmen, dass sein Pferd zum Abschluss der CHIO-Woche tatsächlich ungesattelt bleiben wird. Völlig ungetrübt war dagegen die Freude bei Simone Blum, die auf Alice in 47,20 Sekunden hinter Farrington (46,65) und Ahlmann (47,14) knapp Platz drei belegte. „Nur klasse“, befand die 28-Jährige. „Mein Pferd war zwar im Parcours erst etwas verängstigt, dafür hat ihm die Siegerehrung umso besser gefallen.“

Bis es soweit war, lag allerdings ein weiter Weg vor dem Starterfeld. Parcoursbauer Frank Rothenberger hatte sich eine selektive Streckenführung für den ersten Umlauf einfallen lassen, nur 18 Starter blieben ohne Abwurf und in der Zeit. Dass der komplette Beerbaum-Clan mit Meredith, Markus und Ludger an dieser Aufgabe scheiterte, dürfte Beweis genug für die Schwierigkeit sein.

Aber selbst von diesen 18 erreichten nur 13, davon sechs deutsche Starter, den zweiten Umlauf – konzipiert wie ein verlängertes Stechen –, da nur 25 Prozent des Hauptfeldes laut Ausschreibung für den zweiten Teil qualifiziert waren. Die erste Marke setzte Andreas Kreuzer, der als 13. des ersten Umlaufs den Auftakt machte. Seine Zeit von 48,24 Sekunden blieb lange das Maß der Dinge.

Erst Christian Ahlmann knackte diese Vorgabe, da er die knifflige Rechts-Linkskurven-Kombination zwischen dem Mercedes-Hindernis und dem wassergesäumten Oxer perfekt nahm. Seine Bestzeit hielt, bis Farrington als drittletzter Starter noch mehr Risikobereitschaft zeigte – und den gemeinsamen Erfolg großzügig seinem vierbeinigen Partner zuschrieb: „Das zeichnet Uceko wirklich aus, dass er an den Hindernissen hochkonzentriert ist und man mit ihm auf der Strecke voll attackieren kann.“

Simone Blum ließ als nächste Starterin deutsche Siegeshoffnungen noch einmal kurz aufkeimen, doch Farrington blieb das Maß der Dinge.

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