Skilift in Monschau vor dem Aus: Am Jahresende ist Schluss

Von: red
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Sportzentrumsinhaber Manfred Stein sind Umrüsten und Betrieb des großen Lifts zu teuer. Archivfoto: H. Schepp

Monschau. Für den großen Skilift in Monschau-Rohren ist das Ende in Sicht. Die über 40 Jahre alte Anlage müsste dringend erneuert werden, doch die Investition ist den Betreibern zu hoch. Der Betrieb soll deshalb zum Jahresende eingestellt werden. Das Aus für den Lift bedeutet gleichzeitig das Aus für die Sommerrodelbahn: Am Sonntag rutschte zum letzten Mal ein Bob die Bahn hinunter.

Vor allem für Wintersportfans ist die Einstellung des Betriebes ein harter Schlag, denn ab dem neuen Jahr wird in Monschau kein Abfahrtsski mehr möglich sein. Wintersportler müssen dann rund 20 Kilometer weiter nach Hellenthal fahren.

Die Gründe für das Ende sind eindeutig, wie Betreiber Manfred Stein im Sommer gegenüber unserer Zeitung erklärt hatte: In den Wintern der vergangenen sechs Jahre sei zu wenig Schnee gefallen. Der Betrieb habe sich dadurch „nie gerechnet“. Die Sommerrodelbahn sei zwar vor allem in den Oster-, Sommer- und Herbstferien gut besucht gewesen, aber die Einnahmen glichen nicht die Verluste aus. Außerdem sei es ihm nicht möglich, langfristig zu investieren, wenn der Pachtvertrag jährlich kündbar sei.

Im Dezember würde zudem die TÜV-Abnahme für den Skilift und die Bobbahn anstehen. „Da ist man locker mit einem fünfstelligen Betrag dabei.“ Allein die Erneuerung des Drahtseils würde mit etwa 13.000 Euro zu Buche schlagen. Hinzu kämen einige rostige Stellen, und auch die Stützen und die Laufrollen müssten überholt werden. All das möchte der Pächter unter den derzeitigen Bedingungen nicht mehr allein schultern. Die Blockhütte mit der Gastronomie, die von der Eigentümerfamilie geführt worden war, ist schon seit Anfang April geschlossen.

Mehr Aktivitäten im Outdoor-Bereich

Um das Ende des Skilifts verhindern zu können, wäre ein neuer Vertrag mit anderen Konditionen nötig gewesen. Stein: „Da die Eigentümer hier nicht mehr investieren wollen, müsste der Vertrag schon zehn Jahre laufen, damit es sich für mich rentiert." Doch das scheint unrealistisch. Stattdessen will sich Stein in Zukunft stärker auf den Verleih von Mountainbikes und Aktivitäten im Outdoor-Bereich konzentrieren: „Das wird immer mehr.“

Die Monschau Touristik hofft derweil, dass die Stadt durch das Skilift-Aus nicht allzu viele Touristen verliert. Die Winterwanderwege rund um den Ort sollen ausgebaut werden, auch die Angebote zum Rodeln sollen erweitert werden.

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