Polizei findet Waffen bei Reichsbürger in Alsdorf

SEK stürmt „Reichsbürger“-Wohnung: Waffen gefunden

Von: red/pol
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Reichsbürger
Ein Heft mit dem Aufdruck „Deutsches Reich Reisepass”: Der 34-jährige Alsdorfer bezeichnet sich selbst als Reichsbürger. Symbolfoto: Patrick Seeger/dpa

Alsdorf. Mit einem Spezialeinsatzkommando hat die Aachener Kriminalpolizei am Freitagmorgen die Wohnung eines 34-jährigen Mannes in der Alsdorfer Innenstadt durchsucht. Die Beamten fanden bei dem Mann, der sich selbst als „Reichsbürger“ bezeichnet, mehrere Schuss- und Hiebwaffen sowie Betäubungsmittel.

Gegen den 34-Jährigen wurde ermittelt, weil er im Verdacht steht, in der Vergangenheit bei Streitigkeiten im Straßenverkehr mit einer Schreckschusswaffe auf einen anderen Verkehrsteilnehmer geschossen und ihn dabei verletzt zu haben. Der Mann gilt als gewalttätig.

Ob sich unter den sichergestellten Schusswaffen auch die Tatwaffe befindet, wird noch untersucht.

„Reichsbürger“ erkennen die Existenz der Bundesrepublik Deutschland nicht an und wähnen sich als Bürger des Deutschen Reichs. Dieser vom Verfassungsschutz beobachteten Gruppe werden in NRW derzeit 2200 Anhänger zugerechnet. Wichtigstes Ziel sei, ihnen die Waffen abzunehmen, hatte Innenminister Herbert Reul (CDU) gesagt.

Bundesweit geht der Verfassungsschutz von 12.900 selbsternannten Reichsbürgern aus.

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