Heinsberg - Schüler gehen bei Europawoche miteinander durchs Feuer

Schüler gehen bei Europawoche miteinander durchs Feuer

Von: Anna Petra Thomas
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Schüler aus vier Nationen arbeiteten eine Woche lang gemeinsam an verschiedenen Projekten. Zirkuschef Nicklas Lagrin probte mit den Teilnehmern der Europawoche den Umgang mit dem Feuer. Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg. Insgesamt 24 Schüler aus vier verschiedenen Schulen waren anlässlich einer Europawoche unter dem Motto „Wir gestalten Zukunft“ in der städtischen Realschule in Heinsberg zu Gast.

Sie kamen aus der befreundeten Schlieben-Oberschule in Zittau in Sachsen, aus der neuen Partnerschule, der Szkola Podstawowa in Heinsbergs Partnerstadt Ozimek in Polen, aus dem Trevianum im niederländischen Sittard und aus dem Collège Alfred Jennepin im französischen Cousolre nahe der belgischen Grenze. „Bonsoir mes amis“, begrüßte Neuntklässler Jonas Wellner als Moderator dann auch die Freunde aus Frankreich als erste beim gemeinsamen Abschlussabend der Woche in der Aula der Schule.

Angst vor einem rechten Europa

Schulrat Albert Zaunbrecher zeigte den Schülern und ihren Gastfamilien, wie er sagte, seine „Sorgenfalten auf der Stirn“. Inzwischen seien in den Parlamenten oder Regierungen von 13 Ländern Europas Politiker aktiv, bei denen der Nationalismus Basis des Handelns sei. Wenn Europa weiter zusammenwachsen solle, „braucht es Menschen, die das auch wollen“, blickte er in die Runde. „Ihr seid die Zukunft Europas!“, rief er den Schülern zu.

Alle hätten den Mut gehabt, sich auf Neuland zu begeben und neue Menschen kennenzulernen, dankte er den Gästen, die gekommen waren und zugleich den Gasteltern, die sie aufgenommen hatten.

In verschiedenen Arbeitsgruppen hatten sich die Schüler in der Woche mit den Atomkraftwerken in Tihange und Tschernobyl befasst, zudem aber auch mit der Stadt der Zukunft, unter Berücksichtigung der Nachhaltigkeit und des europäischen Einigungsgedankens. Der Spaß beim gemeinsamen Tun kam nicht zu kurz. So arbeitete die Zirkusfamilie Lagrin mit den Teilnehmern unter dem Motto „Miteinander und füreinander sind wir stark“.

Neben der Arbeit in den Gruppen umfasste das Programm zudem eine Stadtrallye durch Heinsberg, einen gemeinsamen Sportabend und eine Fahrt nach Aachen. Beim Abschlussabend stellten sich die beteiligten Schulen kurz vor.

Es folgte die Präsentation der Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen, wobei die Schüler im Zirkusprojekt am Ende im wahrsten Sinne des Wortes gemeinsam durchs Feuer gingen. Musikalisch war die Rockband der Realschule unter der Leitung von Arnold Schmitz mit den Sängerinnen Lara Bleilevens und Jolyne Jütten aktiv.

Mit viel Wehmut verfolgte der stellvertretende Schulleiter Heinz Walther das Geschehen, der die Europawoche seit den 90er Jahren organisiert, dieses Mal wieder zusammen mit Uwe Zander, dem Unesco-Koordinator der Realschule. Für Walther war diese Europawoche die letzte, bevor er in den Ruhestand geht.

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