Rurtal-Schüler profitieren von Kooperation

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Das Rurtal-Gymnasium und der Landschaftsverband Rheinland kooperieren nicht nur bei der Berufsorientierung. Schuleiter Franz Holtz(l.) und LVR-Personaldezernent Frank von Scheidt unterzeichneten eine Kooperationsvereinbarung. Foto: Jörg Abels

Düren. Als erste Schule im Rheinland kooperiert das Rurtal-Gymnasium mit dem Landschaftsverband Rheinland (LVR). Schulleiter Franz Holtz und LVR-Personaldezernent Frank vom Scheidt sprechen von einer „Win-win-Situation“.

Der LVR bietet in der Schule in Zukunft Bewerbungstrainings an, stellt Praktikumsplätze für die Schüler zur Verfügung, informiert über das breitgefächerte Ausbildungsangebot des Verbandes, entsendet Experten der psychiatrischen Fachklinik in die Schule, die über psychische Erkrankungen und Suchtprobleme informieren, und lädt zu Führungen in seinen Einrichtungen ein.

„Einblicke in die Arbeitswelt und die Vorbereitung auf die Berufsfindung kommen unseren Schüler ohne Frage zugute“, betont Franz Holtz. „Gerne nehmen wir daher die Elemente der Onlinebewerbung und des Onlinetests in unser Programm der Berufs- und Studienorientierung auf“, betont der Schulleiter. Er sieht in der Kooperation mit dem LVR auch ein weiteres Argument für den Erhalt des Standorts in der Debatte um die künftige Schullandschaft der Stadt.

Auf der anderen Seite will der LVR für die Schüler transparenter werden. Permanent bietet der Verband rund 1350 Ausbildungsstellen, dazu rund 500 Schul- und Berufspraktika. Nur wissen offenbar die wenigsten Schüler, dass der LVR nahezu in allen Bereichen des Arbeitslebens Angebote unterbreiten kann, betont von Scheidt; von der Verwaltung über IT und Handwerk bis zum Pflege- und Gesundheitsbereich.

Auch der LVR spürt längst die Folgen des demografischen Wandels und hat erste Probleme, alle von der Politik geforderten Ausbildungsstellen zu besetzen. Außerdem steht schon heute fest, dass in den kommenden zehn Jahren rund ein Viertel der rheinlandweit 17.000 Beschäftigten aus dem Berufsleben ausscheiden wird. Qualifizierten Nachwuchs im Wettbewerb mit der Wirtschaft anzuwerben, hat daher auch beim LVR in den kommenden Jahren oberste Priorität.

Und natürlich erhofft sich der LVR von der Kooperation mit dem Rurtal-Gymnasium, dass der eine oder andere Schüler eine Ausbildung beim Landschaftsverband in Erwägung zieht. Kooperationen mit anderen Schulen und Schulformen schließt der LVR dabei nicht aus. Auch Berufskollegs seien interessant, hieß es am Rande der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung mit dem „Rurtal“.

Die Kooperation mit dem LVR ist nicht die einzige, die das Gymnasium eingegangen ist. Auch mit der AOK und der Agentur für Arbeit arbeitet die Schule in puncto Berufsfindung seit langem eng zusammen. Der Öffnung der Schule räumt Schulleiter Franz Holtz seit seinem Amtsantritt in Düren großen Raum ein. Sie ist aus seiner Sicht unerlässlich, damit sich die Jugendlichen frühzeitig mit Blick auf das Berufsleben orientieren können.

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