Wien und seine Weihnachtsmärkte

Von: Horst Heinz Grimm
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Typisch „altwienerisch”: Auf dem Platz „Freyung” steht einer der traditionellen Christkindlmärkte der Stadt. Foto: dpa

Wien. Viele Freunde von Weihnachtsmärkten zieht es im Advent nach Wien. Über der Innenstadt hängen dann die Düfte von frischem Gebäck, gebratenen Maronen, Lebkuchen und heißem Punsch, Bläserensembles und Chöre stimmen musikalisch auf das Fest ein.

Touristen und Einheimische drängen sich zu Tausenden durch die festlich beleuchteten Straßen und Fußgängerzonen. Wer Beschaulichkeit im Advent sucht, ist in Österreichs Hauptstadt dagegen fehl am Platz.

„In diesem Jahr finden 23 Weihnachtsmärkte in Wien statt”, sagt Michael Horak von der Stadtverwaltung. „Einige haben bereits von Mitte November an täglich geöffnet, andere nur von Freitag bis Sonntag.” Insgesamt stellen 953 Marktstände ihr Angebot aus. Es reicht von traditionellem Christbaumschmuck und Süßigkeiten über Tiroler Krippenfiguren bis hin zu Trüffelöl aus Slowenien.

„Der Weihnachtsmarkt vor dem Rathaus ist mit 145 Ständen der größte”, sagt Horak. Zwischen 3,2 und 3,5 Millionen Besucher erwarten die Veranstalter, die die Bäume in der angrenzenden Parkanlage festlich schmücken ließen. Dahinter erhebt sich, raffiniert beleuchtet, der im neugotischen Stil Ende des 19. Jahrhunderts errichtete Bau der Stadtregierung an der Ringstraße direkt gegenüber des Burgtheaters.

Eine andere Atmosphäre erleben Besucher am Spittelberg, einem stilecht sanierten Biedermeierviertel nahe des Zentrums. In den engen Gassen herrscht eine romantische Weihnachtsstimmung, geprägt auch vom leicht morbiden Wiener Charme, den Touristen schätzen und nicht alle Bürger der Stadt heute noch zeitgemäß finden. Für diese modernen Adventsbummler gibt es den trendigen „Winter im MuseumsQuartier”, der sich als Alternative zu den traditionellen Märkten versteht. DJs legen Hits auf, Barkeeper servieren Drinks, sportliche Besucher vergnügen sich beim Eislauf oder beim Eisstockschießen. Verkauft werden internationale Designartikel und ausgefallene Delikatessen.

Die meisten Touristen aber suchen das, was die Werbung als „typisch altwienerisch” propagiert. Dazu gehören im Zentrum der Christkindlmarkt auf der Freyung, einem der schönsten Plätze, und der nicht weit entfernte „Adventmarkt Am Hof”. Ein Weihnachtsdorf alten Stils gibt es auch an der Ringstraße. Es steht auf dem Platz zwischen dem Kunsthistorischen und dem Naturhistorischen Museum rund um das große Denkmal mit der thronenden Kaiserin Maria Theresia.

Auch zwei der bekanntesten Prachtbauten in der einstigen Kaiserstadt bieten sich als Kulissen für vorweihnachtlichen Trubel an. Auf einem ausgedehnten Platz der barocken Residenz des Feldherrn Prinz Eugen, dem Schloss Belvedere, können Besucher traditionelles Kunsthandwerk und Weihnachtsschmuck kaufen. Und im Ehrenhof der Schlossanlage Schönbrunn stehen bis einen Tag vor Weihnachten ebenfalls die kleinen Bretterhäuschen.

In der Adventszeit kommen Touristenmassen zum Einkaufen nach Wien, darunter zahlreiche Tagesgäste aus den Nachbarländern. Auch ganz Wien scheint auf den Beinen zu sein. Man kann sich oft nur mühsam den Weg bahnen. Nicht wenige Wiener empfinden die Wochen vor dem Fest deshalb als puren Stress.

Die Weihnachtsmärkte lassen sich gut mit Besichtigungen verbinden, denn sie liegen in unmittelbarer Nähe der Sehenswürdigkeiten - wie das Weihnachtsdorf in der umschlossenen Parkanlage des ehemaligen Allgemeinen Krankenhauses, mit dessen Bau schon am Ende des 17. Jahrhunderts begonnen wurde. Im Advent dreht sich hier ein Nostalgie-Karussell, und Kinder erfreuen sich an Ponykutschenfahrten.

Besucher der Wiener Weihnachtsmärkte sollten nicht mit dem Auto kommen. Parkplätze sind ausgesprochen rar, die Märkte liegen zentral und sind auch mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut erreichbar.

Informationen gibt es bei Wien Tourismus/Wien-Hotels & Info unter der Telefonnummer 0043/1/245 55, per E-Mail an Mailto:info@wien.info und unter http://www.wien.info/de im Internet.
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