Weihnachtsreisen auch in der Wirtschaftskrise gefragt

Von: Lisa Caspari
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Die Deutschen packen zu Weihnachten wieder öfter die Koffer. Foto: ddp

<b>Aachen/Düsseldorf. </B>Reisen zu Weihnachten und Silvester sind in NRW in diesem Jahr trotz Wirtschaftskrise gefragt. So berichten einige Reisebüroinhaber von guten Buchungszahlen.

Nach Angaben des Deutschen Reiseverbandes ist die Nachfrage trotz der Wirtschaftskrise insgesamt nicht zurückgegangen. Allerdings stelle sich die Lage in den Reisebüros sehr unterschiedlich dar. So klagen manche Inhaber auch über Einbrüche bei den Buchungszahlen, wie eine ddp-Umfrage ergab.

Lieblingsziele der Deutschen rund um den Jahreswechsel sind den Angaben zufolge die Karibik oder die Kanaren. Aber auch Städtetrips seien zu Silvester gefragt, sagte Verbandssprecherin Sibylle Zeuch und fügte hinzu: „Grundsätzlich ist die Zeit um Weihnachten und Silvester Hochsaison”.

Im Düsseldorfer Reisebüro „Droste” sind die Buchungszahlen zwar etwas niedriger als im Vorjahr. Allerdings hätten immer noch genügend Kunden Reisen auf die Kanaren oder nach Thailand und auf die Malediven gebucht, heißt es dort. In das Reisebüro kämen auch viele Alleinstehende, die die Feiertage nicht alleine verbringen wollten. So würden Gruppen-Städtereisen nach Berlin, Hamburg oder Dresden angeboten, die auch gut gebucht seien. Bei den Gruppenreisen nach Zypern und Mailand gebe es ebenfalls kaum noch freie Plätze.

Ähnliches berichtet der auf Gruppentouren und Wanderurlaube spezialisierte Anbieter „Wikinger Reisen” in Hagen. Im Segment der „Jahreswechselreisen” wurde nach Angaben einer Sprecherin bei den Buchungszahlen bereits ein Plus gegenüber dem Vorjahr erreicht. Für die angebotenen Reisen in Deutschland, nach St. Petersburg oder Mallorca habe sich ein großer Anteil der Kunden auch in diesem Jahr wieder alleine angemeldet.

Auch im Reisebüro „Günther und Bergmann” in Kleve verläuft das Geschäft nach Angaben von Inhaberin Tanja Bergmann trotz Krise „ähnlich wie im letzten Jahr”. Gefragt seien die Kanarischen Inseln und Skiurlaube in Österreich.

Im Bielefelder Reisebüro Heepen läuft das Weihnachtsgeschäft hingegen „sehr verhalten”, wie Inhaber Wolf-Dieter Schwenke sagt. Vor allem Familien seien in diesem Jahr zurückhaltender als sonst und buchten kaum Flugreisen in wärmere Gebiete oder längere Skireisen. Hinzu komme das Problem, dass viele Hoteliers in den Skigebieten zwischen den Jahren feste An- und Abreisetermine bestimmten und vielen Kunden dies missfalle. Allerdings sei die Nachfrage nach kurzen Städtetrips zu Silvester nicht eingebrochen.

Auch im „Reiseladen” in Bonn sind nur wenige Buchungen für die Weihnachts- und Jahreswechseltage eingegangen, wie Mitarbeiterin Daniela Strothmann erzählt. Normalerweise buchten viele Familien und Paare für diese Jahreszeit Skireisen oder einen längeren Urlaub in wärmeren Gefilden wie den Kanaren. „Aber in diesem Jahr sparen alle”, berichtet Strothmann.

Der auf Busreisen spezialisierte Anbieter „Haas Reisen” in Aachen und Stolberg klagt ebenfalls über ein schlechtes Geschäft. „Ich bin jetzt 40 Jahre selbstständig, ich habe noch nie so einen schleppenden Anlauf bei den Winterreisen gesehen”, sagt Inhaber Helmut Haas. Die Busreisen über die Festtage in den Bayrischen Wald, nach Fulda oder Bad Homburg mit zugehörigem Weihnachts- oder Silvesterball seien erst zur Hälfte ausgebucht.
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