Wandern kann auch Kindern Spaß machen

Von: Elke Gersmann (ddp)
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Eine Familie geniesst vom Untersberg bei Marktschellenberg aus die bayerische und angrenzend oesterreichische Gebirgslandschaft. Wandern ist beliebt, zumindest bei Erwachsenen. Beim Nachwuchs muessen Eltern oft etwas Ueberzeugungsarbeit leisten. Laengere Strecken zu bewaeltigen, steht auf der Beliebtheitsskala nicht ganz oben. Auf den Wanderurlaub muessen Familien trotzdem nicht verzichten. Es gibt Moeglichkeiten, Kindern den Aufenthalt in der Natur schmackhaft zu machen. Foto: Johannes Simon (ddp)

München. Wandern ist beliebt, zumindest bei Erwachsenen. Beim Nachwuchs müssen Eltern oft etwas Überzeugungsarbeit leisten. Längere Strecken zu bewältigen, steht auf der Beliebtheitsskala nicht ganz oben. Auf den Wanderurlaub müssen Familien trotzdem nicht verzichten. Es gibt Möglichkeiten, Kindern den Aufenthalt in der Natur schmackhaft zu machen.

Das fange bei der Vorbereitung an, sagt Stefan Winter vom Deutschen Alpenverein. Kinder sollten ihrem Alter entsprechend eingebunden werden. Winter schlägt vor, Teenager einen Teil der Planung übernehmen zu lassen: „Sie könnten den Weg auswählen, herausfinden, ob es Einkehrmöglichkeiten oder interessante Punkte gibt und welche Ausrüstung gebraucht wird.” Kleineren Kindern kann man erzählen und zeigen, welchen Weg die Familie gehen wird und was sie dort erwartet.

Winter rät, dass eine Wanderung mit Kindern im Kindergarten- und Grundschulalter einen spielerischen Charakter haben sollte. Mit vielen Pausen und Zeit für Entdeckungen. Optimal sei es, wenn es ein besonderes Ziel oder eine spannende Zwischenstation gebe. Ein See, eine Hütte mit Spielplatz oder ein Bauernhof mit Tieren sorgen für Vorfreude. Sehr beliebt, weiß der Wanderexperte, ist Wasser: „An einem Bach gibt es für Kinder immer etwas zu entdecken.” Spiele mit der ganzen Familie sorgen unterwegs für Abwechslung, Ideen dafür gibt es beim Alpenverein in einer Broschüre mit Naturerfahrungsspielen. Sie kann im Internet heruntergeladen werden.

Die Wanderung sollte nicht zu lang sein: „Drei- bis Sechsjährige können bis zu vier Stunden unterwegs sein, das entspricht ungefähr fünf Kilometern”, sagt Winter. Dabei sollten nicht mehr als 200 bis 400 Höhenmeter überwunden werden. Kinder ab sechs Jahren können - je nach Kondition - bis zu sechs Stunden durchhalten. Ein Kinderrucksack kann den Spaß zusätzlich erhöhen: Die Kleinen sind stolz, dass sie auch etwas tragen. Zu schwer sollte dieser aber nicht sein, mahnt Winter: „Eine kleine Brotzeit, ein Getränk und ein Stofftier, ein kleines Fernglas oder Buch, mehr sollte nicht hinein.” Einen Tipp hat er bei gut ausgebauten Wegen: Für die ganz Kleinen ein Laufrad mitnehmen.

Ab zehn Jahren kann eine Tagestour geplant werden. Diese sollte statt eines spielerischen einen sportlichen Charakter haben. „Kinder in diesem Alter suchen die Herausforderung”, sagt der Experte. Anspruchsvollere, steilere Wege in den Bergen können dann das Richtige sein. Verfügt der Nachwuchs über einige Trittsicherheit, sei auch gegen kurze - aber sichere - Kletterabschnitte nichts einzuwenden.

Ein weiterer wichtiger Punkt für eine gelungene Wanderung ist die richtige Bekleidung. Besonders an den Schuhen sollten Eltern nicht sparen, betont Winter: „Sie sollten wasserdicht sein und eine rutschfeste Sohle haben.” Am besten seien spezielle Wanderschuhe. Nicht fehlen darf eine gute, möglichst atmungsaktive Regenjacke.

Für die Kleinen gehört Wechselkleidung ins Gepäck: „Die werden nicht nur von außen nass, sondern auch von innen, weil sie so viel hin und her laufen”, weiß Winter aus Erfahrung. Weitere Informationen und Tipps gibt es im Internet unter alpenverein.de.
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