Rom öffnet unterirdische Denkmäler der Antike für Besucher

Von: epd
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Rom. In Rom können Besucher in diesem Sommer in unterirdischen Ausgrabungsstätten dem Leben in der Antike nachspüren. Während des Festivals „Estate Romana” sind bis zum 20. September zahlreiche Denkmäler zu besichtigen, die sonst nur schwer zugänglich sind.

Dazu gehört die einzige erhaltene Kaserne der antiken Feuerwehr, das „Excubitorium der 7. Kohorte” im Stadtviertel Trastevere. Kaiser Augustus gründete sie bereits im Jahr sechs nach Christus als militärisches Korps zur Bekämpfung der zahlreichen Feuersbrünste. Dennoch beklagte der Jurist Domitius Ulpian noch 200 Jahre später, in Rom vergehe „kein Tag ohne zahlreiche Brände”.

Während des Sommerfestivals auch zu sehen ist das Auditorium des Kunstförderers Gaius Maecenas, auf den der Begriff des Mäzenatentums zurückgeht. Maecenas, geboren um 70 vor Christus, war Berater des Kaisers Augustus und förderte Dichter wie Vergil und Horaz. Unweit der Basilika Santa Maria Maggiore ließ er sich eine Villa mit eigenem Theater errichten.

Der Raum für Feste und Theateraufführungen, mit symmetrischen Wandmalereien dekoriert, war bereits ursprünglich unterirdisch gelegen und darum auch im Sommer kühl. In einem tribünenartig ansteigenden Teil des Saals wurden Überreste eines ausgeklügelten Rohrsystems gefunden.

Archäologen vermuten daher, bei Banketten habe der Urvater aller Mäzene seine Gäste mit Wasserspielen unterhalten. Die Sehenswürdigkeiten können bis zum 20. September nach Anmeldung besichtigt werden.
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