Ostafrikanische Länder planen Einheits-Visa für Touristen

Von: dpa
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Berlin. Die Einreise in das Dreiländereck Kenia, Tansania und Uganda könnte bald erheblich einfacher werden: Die drei Staaten arbeiten an der Einführung eines einheitlichen Touristen-Visums.

Zieldatum für das „Unity Visa” sei Juni 2010, sagte Kenias Tourismusminister Najib Balala am Donnerstag auf der Reisemesse ITB (noch bis 15. März) in Berlin.

In allen drei Ländern, die zum 1999 gegründeten regionalen Bündnis Ostafrikanische Gemeinschaft (EAC) gehören, sei das Interesse an einem grenzüberschreitenden Reisemarketing deutlich gewachsen, sagte der Minister.

Kenia hatte zum Auftakt der ITB bereits eine Reduzierung der Gebühren für seine Touristen-Visa um die Hälfte auf 25 Dollar (rund 20 Euro) bekanntgegeben. Zudem werden für Kinder und Jugendliche bis zum 16. Lebensjahr keine Visa-Gebühren erhoben.

Nach den blutigen Unruhen in Folge einer umstrittenen Wahl Anfang vergangenen Jahres war der Tourismus in Kenia - einer der wichtigsten Wirtschaftszweige des Landes - fast völlig zum Erliegen gekommen.

Inzwischen nähern sich die Besucherzahlen wieder dem Niveau vor Ausbruch der Unruhen an. Zu den wichtigsten Projekten für die kommenden Jahre gehöre die Wiederbelebung der Eisenbahnverbindung zwischen Mombasa am Indischen Ozean und der ugandischen Hauptstadt Kampala, sagte der Minister.

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