München - Lawinengefahr in den Alpen bleibt zum Teil erheblich

Lawinengefahr in den Alpen bleibt zum Teil erheblich

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München. Wintersportler müssen in Teilen der Alpen auch „zwischen den Jahren” mit Lawinengefahr rechnen. Das gilt vor allem für die Hochlagen. Mehrere Lawinenwarndienste schätzen das Risiko am Montag mit der Stufe drei und damit als „erheblich” ein.

Insgesamt gibt es fünf Lawinenwarnstufen. Am Wochenende waren in Österreich und Norditalien insgesamt neun Menschen durch Lawinen ums Leben gekommen.

Zu den Gebieten mit erheblichem Lawinenrisiko gehörten am Montag die Kärntner Berge ab einer Höhe von etwa 1900 Metern. In Tirol waren Skitourengebiete oberhalb von etwa 2000 Metern betroffen. Dort sei in Steilhängen und Kammlagen eine Lawinenauslösung bereits durch das Gewicht eines einzelnen Wintersportlers möglich, erklärte der Tiroler Lawinenwarndienst. Wer abseits der Pisten unterwegs sein möchte, brauche derzeit Erfahrung in der Beurteilung der Lawinensituation. Eine Änderung der Lage in den kommenden Tagen sei nicht absehbar.

Im Salzburger Land galt die Lawinenwarnstufe drei für die Lagen oberhalb von etwa 2500 Metern in den Hohen Tauern, in Vorarlberg für die Regionen oberhalb von etwa 2000 Metern.

In der Schweiz bestand laut dem Institut für Schnee- und Lawinenforschung ein erhebliches Risiko im Wallis, im Gotthardgebiet, im nördlichen Tessin, in Mittelbünden und im Engadin sowie in den Bündner Südtälern. Im Wallis seien die Gefahrenstellen oberhalb von 2000 Metern zu finden, in den übrigen Kantonen vor allem oberhalb von 2400 Metern. Mit einem weiteren Ansteigen der Lawinengefahr sei vor allem im Westen der Schweiz zu rechnen, hieß es am Montag im Nationalen Lawinenbulletin.

Weniger hoch eingestuft wurde die Lawinengefahr am Montag in den deutschen Alpen und in der Steiermark. Der Lawinenwarndienst Bayern wies auf eine mäßige Lawinengefahr der Warnstufe zwei in den Allgäuer und den Werdenfelser Alpen jeweils oberhalb von etwa 1800 Metern hin. Ansonsten sei die Lawinengefahr in Bayern gering. Je nach Umfang der Niederschläge in den kommenden Tagen könne sie aber wieder steigen.
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