Krank im Urlaub: Was ist zu tun?

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Hamburg. Vollkommen zurecht gilt der wohlverdiente Jahresurlaub als die schönste Zeit des Jahres. Erholung, Ruhe und auch die Möglichkeit, Neues zu erleben und zu sehen, dienen der Gesundheit und schaffen wieder viel Kraft für die Rückkehr in den beruflichen Alltag.

Somit ist es umso ärgerlicher, wenn ausgerechnet im Urlaub ein Arztbesuch oder Krankenhausaufenthalt nötig wird. Leider lassen sich Krankheiten und Verletzungen auch im Urlaub nicht ausschließen. Was gilt es zu beachten?

Was leistet die Krankenkasse?

Im Falle einer Erkrankung oder eines Unfalls im Urlaub kommen die gesetzlichen Krankenkassen für die Behandlung auf, wenn es sich beim Reiseziel um ein EU-Mitgliedsstaat oder ein Land mit einem Sozialversicherungsabkommen handelt. Dafür ist es nötig, dass die Patienten beim Arzt oder im Krankenhaus ihre Gesundheitskarte vorlegen. Auf der Rückseite der Karte befindet sich die EHIC – die Europäische Krankenversicherungskarte. Zudem muss in der Regel ein Formular ausgefüllt werden, welches zur Behandlung berechtigt.

Patienten müssen nun beachten, dass die Krankenkassen nur die Kosten übernehmen, die auch von den Kassen des jeweiligen Landes getragen werden. Da allerdings in vielen Ländern meist deutlich weniger Leistungen von den Krankenkassen übernommen werden, müssen auch deutsche Patienten mit Zuzahlungen oder Selbstbehalten rechnen, die nicht erstattet werden.

Wer ist für was zuständig?

In einer Notsituation ist guter Rat oft teuer. Panik ist allerdings ein schlechter Partner. Im Krankheitsfall oder bei Verletzungen sollte die erste Anlaufstelle die zuständige Krankenkasse sein. Diese können am besten einschätzen, wie in der jeweiligen Situation verfahren werden sollte und Informationen über passende Ärzte und Kliniken in der Nähe bereitstellen.

Oftmals hilft es auch, den eigenen Hausarzt zu kontaktieren, zum Beispiel, wenn es um neue Medikamente und ungewohnte Behandlungsansätze geht. Viele wertvolle Informationen zu den einzelnen Reiseländern bietet die Deutsche Verbindungsstelle Krankenversicherung Ausland.

Egal in welches Reiseland es geht, eine Auslandskrankenversicherung ist in jedem Fall dringend zu empfehlen. Wer generell krankheitsanfällig oder gesundheitlich beeinträchtigt ist, sollte zudem über eine Reiseabbruchversicherung im Rahmen der Reiserücktrittsversicherung nachdenken. In diesem Fall können Patienten den laufenden Urlaub abbrechen und sich in der Heimat behandeln lassen.

Die Kosten für die verbleibenden Urlaubstage werden erstattet. Zudem sollten sich Reisende vorab informieren, welche Möglichkeiten der Rückführung es im Krankheitsfalle gibt. Der Anbieter für Rücktransport AMBU-TRANS beispielsweise agiert international und stellt je nach Situation Krankenwagentransporte, Linienflüge oder Hubschrauber für den Einsatz bereit.

 

Worauf ist vor der Behandlung zu achten?

Nach Möglichkeit sollten sich Patienten über den behandelnden Arzt informieren – und das idealerweise vor der Behandlung. Bei Verständigungsproblemen ist es ratsam, einen Dolmetscher hinzuziehen. Somit lassen sich Falschdiagnosen oder Fehlmedikationen besser vermeiden.

Auch Kliniken sollten vor der Behandlung kritisch beäugt werden. Wie sind die Hygienestandards, wie hoch die Qualität? Einen Hinweis liefert die ISO-Zertifizierung für europäische Standards.

Bevor eine Behandlung stattfindet, egal welche, sollten Patienten einen möglichst exakten Kostenvoranschlag verlangen. So kommt es nicht zu bösen Überraschungen.

Arzneimittel und Medikamente

Wer Medikamente verschrieben bekommt, darf diese für den persönlichen Bedarf für drei Monate nach Deutschland einführen. Anders als bei rezeptpflichtigen Medikamenten, werden die Kosten für rezeptfreie Arzneien aus der Apotheke nicht von der Krankenkasse erstattet.

Das Auswärtige Amt warnt zudem davor, Medikamente aus dem außereuropäischen Raum zu verwenden. Die Gefahr vor Fälschungen sei groß, ebenso wären häufig nicht zugelassene oder falsch dosierte Arzneien im Umlauf. Die Rücksprache mit dem Arzt ist in jedem Fall angeraten.  

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