Freiburg - Klimawandel hat Auswirkungen auf die Urlaubsplanung

Klimawandel hat Auswirkungen auf die Urlaubsplanung

Von: Elke Gersmann, dapd
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Und wie war das Wetter?": Kaum ein Faktor ist so wichtig fuer das Gelingen des Urlaubs. Schoen soll es sein, mit viel Sonnenschein und wenig Regen. Orientierung bieten Angaben ueber das Reiseklima der Urlaubsregion. Waehrend dabei aber beispielsweise in Europa nach den Jahreszeiten unterschieden wird, geht es in tropischen Regionen um Trocken- und Regenzeit. Foto: Joerg Koch/ddp/dapd

Freiburg. „Und wie war das Wetter?”: Kaum ein Faktor ist so wichtig für das Gelingen des Urlaubs. Schön soll es sein, mit viel Sonnenschein und wenig Regen. Orientierung bieten Angaben über das Reiseklima der Urlaubsregion.

Während dabei aber beispielsweise in Europa nach den Jahreszeiten unterschieden wird, geht es in tropischen Regionen um Trocken- und Regenzeit. „Der Begriff Klima sollte dabei nicht mit dem Wetter verwechselt werden”, sagt Professor Andreas Matzarakis, Klimaforscher und Experte für Tourismusklimatologie an der Universität Freiburg.

Auch in der Trockenzeit ist Regen möglich

Wetter gelte für einige Tage, Klima für lange Zeiträume. Reisewillige bekommen aus dem Reiseführer denn auch zunächst Informationen über das Klima einer Urlaubsregion. Vor Ort erlebe man dann das Wetter in diesem bestimmten Zeitraum. Aber: „Von den mittleren Klimainformationen der Urlaubsdestination kann dieses merklich abweichen.” Und so ärgert man sich zum Beispiel über Regentage im Sommer oder in der Trockenzeit.

Umgekehrt muss man während der Regenzeit nicht grundsätzlich den gesamten Tag im Hotelzimmer verbringen. In tropischen Regionen regnet es zu dieser Zeit zwar tatsächlich jeden Tag, jedoch überwiegend in Form von Schauern und kurzen Gewittern am Nachmittag.

„Es gibt allerdings Unterschiede zwischen den Kontinenten und bestimmten Regionen”, schränkt Matzarakis ein. In den Ländern Ostafrikas wie Kenia und Tansania gibt es beispielsweise zwei Regenzeiten. Und die Karibikinseln Aruba, Bonaire und Curacao kennen eine Regenzeit überhaupt nicht.

Klimawandel beeinflusst Reisewetter

Der Klimawandel macht auch vor dem Reiseklima nicht halt. In Europa sei das bereits zu beobachten: „Es gibt einen Trend, dass die Sommer am Mittelmeer heißer werden und die Region regelmäßig Hitzewellen erleben wird.” Zwischen Mai und September müssen Reisende sich auf Temperaturen um die 40 Grad Celsius einstellen.

Als Alternative zum Mittelmeer könnten sich laut Matzarakis Nord- und Ostsee erweisen, wo ebenfalls mit steigenden Sommertemperaturen gerechnet wird. Mit dem positiven Nebeneffekt, dass Urlaub im eigenen Land den Treibhauseffekt wegen der kurzen Anreise nicht weiter anheizt.

Die Entscheidung für eine Reisezeit sollte von den Urlaubsaktivitäten abhängen. Wer beispielsweise einen reinen Badeurlaub plant, kann es im Sommer im heißen Mittelmeerraum gut aushalten. Besichtigungstouren und sportliche Aktivitäten machen in der kühleren Nebensaison mehr Spaß. Die Regenzeit in tropischen Gebieten ist in der Regel Nebensaison und somit relativ günstig. Man sollte jedoch so planen, dass man an Regentagen die Möglichkeit hat, etwas zu unternehmen.

Doch so gut man sich auch im Vorfeld informieren mag: Hundertprozentige Vorhersagen gibt es nicht. Matzarakis rät, es deshalb mit einer norddeutschen Weisheit zu halten: „Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur falsche Kleidung.”
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