Kitsch und Kunstschnee: London im adventlichen Lichterglanz

Von: Kerstin Schumacher, dpa
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Kitsch und Kunstschnee: London im adventlichen Lichterglanz
Funkelnder Glanz: Allein in der Oxford Street in London leuchten in der Vorweihnachtszeit mehr als eine halbe Million LED-Lichter. Foto: dpa

London. Millionen Lichter, Dekorationen in den Schaufenstern und eine große Menge künstlichen Schnees: So kitschig wie im vorweihnachtlichen London ist das Einkaufen in kaum einer anderen Stadt Europas.

Die Metropole rüstet sich in diesen Tagen für das Weihnachtsgeschäft: Mitte November haben die Händler rund um die Oxford und die Regent Street ihre Läden in festlichen Glanz gehüllt. Bis zum Fest werden Millionen Touristen aus aller Welt erwartet.

Der Ansturm auf die Geschäfte hat bereits begonnen, überall warten besondere Angebote. Die meisten Schaufenster der bekannten Einkaufsstraßen sind schon feierlich geschmückt: Kunstvolle Sterne aus golden schimmerndem Metall hängen von den Decken, in manchen Läden sind ganze Winterlandschaften arrangiert. Zufrieden aussehende Nikoläuse tummeln sich zwischen Rentieren und Schneemännern. Hier und da dekorieren Mitarbeiter noch, sprühen künstlichen Schnee auf die Schaufensterscheiben und behängen Weihnachtsbäume mit bunten Kugeln.

Für die richtige Stimmung sorgen auch unzählige Lichter, die die Straßen nach und nach in weihnachtlichem Glanz erstrahlen lassen. Allein in der Oxford Street, einer der angesagtesten Einkaufsmeilen der Welt, leuchten bereits mehr als eine halbe Million LED-Lichter. In Form von Geschenkpäckchen hängen sie zwischen den Häuserzeilen und säumen die 2,5 Kilometer lange Straße mit ihren mehr als 300 Läden und Kaufhäusern. Seit kurzem erstrahlt auch die Regent Street - hier verwandeln waagrecht hängende, riesengroße Sterne den Himmel in ein Lichtermeer. Inzwischen gingen auch in Covent Garden die Leuchten an.

Wer einen Trip in die britische Hauptstadt plant, dem kommt in diesem Jahr der vergleichsweise günstige Wechselkurs zu Gute: Ein Pfund Sterling kostet etwa 1,16 Euro. Darüber freuen sich nicht zuletzt diejenigen, die in Nobelkaufhäusern nach Geschenken suchen wollen.

Bei Harrods etwa ist schon seit Sommer Weihnachten: Anfang August hat sich ein Teil des zweiten Stocks in eine „Weihnachtswelt” verwandelt, in der Kunden neben Geschenken wie Nussknackern auch ausgefallenen Christbaumschmuck entdecken können. Kleine lila Elche und große blaue Sterne funkeln da mit der übrigen Dekoration um die Wette.

Aus den Lautsprechern ertönt schon jetzt ausschließlich Weihnachtsmusik, das Licht ist gedämpft - so, dass die Kunden sich in der Atmosphäre wohlfühlen, die Produkte aber noch genau erkennen können. Schließlich sollen sie ja das Einkaufen nicht vergessen.
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