In Mittelamerika bei Überfällen keinen Widerstand leisten

Von: dpa
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Berlin. Reisende in Mittelamerika sollten bei einem Überfall keinen Widerstand leisten.

Das Auswärtige Amt warnt in seinen Sicherheitshinweisen für Mexiko und Guatemala, dass Täter schnell von ihren Waffen Gebrauch machen. Deshalb sollten die geforderten Wertsachen widerstandslos abgegeben werden. Um den Verlust gering zu halten, empfiehlt das Auswärtige Amt etwa Urlaubern in Guatemala, immer nur einen überschaubaren Geldbetrag bei sich zu tragen.

In einigen Ländern wie Honduras oder El Salvador sei die Hemmschwelle beim Einsatz von Schusswaffen niedrig. Die Mordraten sind zum Teil enorm: In Honduras wurden im vergangenen Jahr 5265 Menschen ermordet, 18 Prozent mehr als im Vorjahr. Das sind 67 Morde pro 100.000 Einwohner. In Mexiko ist die Gewalt besonders in den nördlichen Bundesstaaten nahe der US-Grenze hoch, wo seit Jahren ein Krieg zwischen Drogenbanden und der Polizei tobt.

In Guatemala gilt die Hauptstadt und die Grenzregion zu Mexiko als besonders gefährlich. Eine ausdrückliche Warnung, in eines dieser mittelamerikanischen Länder zu reisen, hat das Auswärtige Amt aber nicht ausgegeben. Als vergleichsweise sicher wird Costa Rica eingestuft.

Um nicht Opfer von bewaffneten Überfällen zu werden, sollten Touristen Schmuck, Geld und Wertsachen nicht sichtbar mit sich herumtragen. Außerdem wird in einigen Ländern wie Nicaragua oder Guatemala geraten, nicht nach Einbruch der Dunkelheit spazieren zu gehen.

Vorsichtig sollten Reisende auch bei der Wahl ihres Transportmittels sein: So rät das Auswärtige Amt Urlaubern in Mexiko, nur tagsüber mit dem Bus zu fahren. Taxis sollten nur an offiziellen Taxiständen genommen oder telefonisch bestellt werden. Ein Taxi am Straßenrand heranzuwinken, sei gefährlich: Besonders in der Dunkelheit könnten Urlauber darin ausgeraubt werden.

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