Stralsund - Grünes Licht für weitere Robbenfahrten im Bodden

Grünes Licht für weitere Robbenfahrten im Bodden

Von: ddp
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Kegelrobben-Nachwuchs
Ein Kegelrobbenbulle begegnet einem Kegelrobben-Jungtier auf der Kachelotplate bei Juist im niedersächsischen Wattenmeer. Foto: dpa

Stralsund. Die Weiße Flotte in Stralsund wird voraussichtlich ab Mai zu weiteren touristischen Schiffsausflügen zu den Robbenbänken im Greifswalder Bodden in See stechen.

Darauf habe sich die Reederei mit Experten des Bundesamtes für Naturschutz und des Biosphärenreservates Südost-Rügen nach Auswertung erster Testfahrten verständigt, teilte ein Unternehmenssprecher am Donnerstag in Stralsund mit. Geplant sei voraussichtlich eine Ausfahrt pro Woche.

Nach Angaben des Meeresbiologen Henning von Nordheim soll für die Exkursionen ein spezieller Verhaltenskodex für Veranstalter und Schiffsführer erstellt werden. Demnach sollen genau festgelegte Abstände zu den Tieren eingehalten werden. Zudem müssten die Fahrten von sachkundigen Biologen begleitet werden, die den Gästen Wissenswertes über die Biologie und die Wiederansiedlung der Kegelrobben vor der ostdeutschen Küste vermittelten.

Außerdem erhalten Naturschutzbehördenvertreter die Möglichkeit zu unangemeldeten Kontrollen an Bord. Über jede Fahrt sollen außerdem detaillierte Monitoringprotokolle erstellt werden. Geplant sei ferner die Erstellung eines Zertifikats für Robbenfahrten, das vom Biosphärenreservat Südost-Rügen erstellt werde, sagte von Nordheim.

An Bord des Fahrgastschiffs „Schaprode” hatten im Dezember 2009 bei drei Probefahrten insgesamt rund 250 Gäste die Gelegenheit genutzt, die wieder im Greifswalder Bodden heimisch gewordenen Robben aus etwa 400 Metern Entfernung zu beobachten. Die Reederei, die bereits seit Jahren auch Urlauber zu abendlichen Schiffstörns zu den Kranichschlafplätzen in der Rügen-Bock-Region lädt, will künftig während der Saison mit bis zu 200 Passagieren an Bord die Robbenplätze ansteuern.
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