Gefahr an der Zapfsäule: Gasolina und Gasóleo

Von: ddp
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<b>Frankfurt/Main. </B>Andere Länder, andere Bezeichnungen für Treibstoff. Spätestens beim ersten Tankstopp wird man damit konfrontiert. In Spanien stellt sich beispielsweise die Frage: Gasolina oder Gasóleo?

Klingen die Wörter für Benzin und Diesel auch noch so ähnlich, kann eine Verwechslung fatale Folgen haben. Der Automobilclub von Deutschland (AvD) empfiehlt daher, bei Reisen im Ausland die Bezeichnungen des für den eigenen Wagen geeigneten Kraftstoffs im Gepäck zu haben. Bereits die geringste Menge Benzin im Tank eines Dieselfahrzeugs kann die Einspritzpumpe ruinieren oder einen Motorschaden verursachen. Hohe Reparaturkosten sind die Folge.

„Wenn versehentlich der falsche Kraftstoff getankt wurde, sollte man den Motor nicht mehr starten”, rät AvD-Assistance-Netzwerk-Leiter Stefan Schlesinger. Das Auto sollte in die nächste Fachwerkstatt geschleppt und dort der Tank ausgepumpt werden. Denn sobald die Zündung eingeschaltet ist, wird durch die Pumpe Kraftstoff aus dem Tank Richtung Motor befördert. Wird der Motor dann gestartet, gelangt das Diesel-Benzin-Gemisch in die Brennräume der Zylinder. „Die Einspritzpumpe wird mit hoher Wahrscheinlichkeit geschädigt, schlimmstenfalls auch der Motor”, erläutert Schlesinger.

Der gegenteilige Fall, dass versehentlich statt Benzin Diesel getankt wird, kommt übrigens äußerst selten vor. Denn in der Regel sind Diesel-Zapfpistolen größer als Benzin-Tanköffnungen. Sollte es doch passieren, gilt ebenfalls: Motor nicht starten, Tank auspumpen. Undramatischer ist, zumindest bei modernen, mit Klopfsensoren und elektronischer Klopfregelung ausgestatteten Motoren, Normalbenzin und Super oder Super Plus zu verwechseln (91, 95 oder 98 ROZ). Ist keine Klopfregelung vorhanden, kann es allerdings zu Schäden kommen.

Darüber hinaus weist der AvD darauf hin, dass das Mitführen von Reservekanistern nicht in allen EU-Ländern erlaubt ist. In Bulgarien, Griechenland, Rumänien und Ungarn beispielsweise ist es verboten. Auch auf Fährschiffen sollte aus Sicherheitsgründen kein Kanister im Kofferraum mitgeführt werden. In Italien und Österreich wiederum ist die Menge auf zehn Liter begrenzt.
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