Finanzplanung für Reisen: Darauf sollten Touristen achten

Von: vo
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Reisekasse
Die Gestaltung der Reisekasse ist für viele Urlauber mit Stress verbunden. Doch wer einen guten Mix aus Bargeld, Kreditkarten und auch Reiseschecks wählt, macht eigentlich nicht viel falsch.
Geld
Innerhalb der Eurozone ist die Geldplanung deutlich einfacher, weil keine Währung umgetauscht werden muss. Einige Kreditkarten bieten heute sogar weltweit einen Bargeldservice in jeweiliger Landeswährung.

Berlin. Jedes Jahr sind Singles und Familien unterwegs. Gerade in der Ferienzeit platzen nicht nur in Deutschland die Strände an Nord- und Ostsee aus allen Nähten. Fluggesellschaften und Reiseveranstalter machen in dieser Zeit hohe Umsätze.

Wie häufig Deutsche verreisen, lässt sich unter anderem anhand des Reisemarktes ablesen. Der Deutsche ReiseVerband (DRV) erhebt hierzu jedes Jahr aktuelle Zahlen. Das Fazit: Der Bericht zum Reisemarkt 2015 spricht von 69 Millionen Urlaubsreisen. Wer die Ferien außerhalb Deutschlands genießen will, muss ganz unterschiedliche Aspekte im Auge behalten.

Auf der einen Seite gehört dazu beispielsweise die Frage nach der medizinischen Behandlung vor Ort - etwa im Notfall. Darüber hinaus geht es hier immer wieder ums Geld. Die Reise - also das Hotel und die Verpflegung - ist gerade bei Pauschalreisen bereits bezahlt. Wovon lebt man aber, wenn man im Hotel angekommen ist? Welche Landeswährung sollte man dabei haben? Und lohnt sich der Umtausch bereits vor Reiseantritt? Als Familie steht man genauso vor Herausforderungen wie als Single.

Kosten seriös planen - und ein Budget ausrechnen

Das Ferienhaus an der französischen Mittelmeerküste, ein All-inclusive Angebot für die Karibik - wer verreisen will, braucht Geld. Und die ersten Ausgaben stemmt die Haushaltskasse meist lange vor dem eigentlichen Antritt der Reise. Hintergrund: Sowohl die Reiseveranstalter als auch Vermieter von Ferienunterkünftigen verlangen Anzahlungen bzw. den vollen Reisepreis bereits einige Wochen im Voraus.

Der Vorteil: Man muss sich als Familie zumindest um die Unterkunft keine Gedanken mehr machen. Allerdings sorgen:

- Ausflüge

- Mietwagen

- Verpflegung usw.

vor Ort dafür, dass die Urlaubskasse täglich schrumpft. Wie teuer werden die Ferien? Die Antwort hängt von verschiedenen Aspekten ab. Auf der einen Seite spielt eine Rolle, welche Art Urlaub man geplant hat. Am Strand liegen und sich All-inclusive verwöhnen lassen räumt die Frage nach:

- Frühstück

- Mittag

- Abendessen

weitgehend aus dem Weg. Und je nach Anspruch bleibt auch die Zahl der Ausflüge überschaubar. Wer mehr erleben will und mit dem Mietwagen unterwegs ist oder Schnorchelt und Jet-Ski fährt, muss natürlich ein höheres Budget einplanen.

Tipp: Im Umfeld der klassischen Urlaubsdestinationen haben sich auch deutschsprachige Angebote etabliert - die teils sogar Preislisten für unterschiedliche Leistungen veröffentlichen. Hier können sich Haushalte ganz problemlos ein Bild vom ungefähr notwendigen Budget machen.

Bargeld vs. Plastikgeld - was ist für den Urlaub besser geeignet?

Beim Thema Reisekasse geht es um zwei Dinge: Zum einen wollen Reisende ausreichend finanzielle Reserven dabei haben. Auf der anderen Seite stellen hohe Bargeldsummen im Gepäck natürlich ein mitunter recht hohes Risiko dar. Wie lässt sich dieses offensichtliche Dilemma auflösen?

Prinzipiell ist hier das Reiseziel einer der wesentlichen Punkte. Innerhalb der EU ist das Zahlen mit Euro genauso wenig ein Problem wie die Bargeldabhebung am Automaten mit der Bankkarte. Je Kreditinstitut ist dieser Vorgang sogar kostenlos. Spätestens bei einer Reise über die Grenzen der EU hinaus wird das Ganze etwas schwieriger.

In den USA, Kanada oder der Karibik werden Barmittel und die Kreditkarte deutlich aufgewertet. Die Bankkarte tritt hingegen etwas in den Hintergrund.

Tipp: Heute werden Kreditkarten als Bundle mit dem Girokonto angeboten. Und teils sind die Konditionen für Familie im Urlaub alles andere als nachteilig. Teilweise entfallen Auslandsgebühren und das Kartenkonto wird nicht mit Jahresgebühren belastet.

Zudem lässt sich weltweit kostenlos Bargeld abheben, welches zudem in der jeweiligen Landeswährung verfügbar ist. Auf diesem Weg sparen Urlauber also auch noch die Wechselgebühren. Bevor die Entscheidung für ein bestimmtes Konto fällt, sollten jedoch die Konditionen genauer gecheckt werden.

Was ist sonst noch zu beachten?

Für die Reisekasse ist ein Mix aus:

- Bargeld

- Bankkarte

- Kreditkarte

- Reiseschecks

durchaus keine schlechte Option. Auf diese Weise hat man Mittel zur Verfügung, um auch auf Notfälle angemessen zu reagieren, und muss sich in den Ferien nicht weiter einschränken. Aber: Als Familie wie auch als Single gelten einige Regeln.

- Bargeld begrenzt mitführen: Grundsätzlich sollte Bargeld - egal wo - nur in solchen Mengen mitgeführt werden, wie es für den Ausflug oder das Shopping erforderlich ist. Im Fall eines Diebstahls setzt man andernfalls große Teile der Urlaubskasse aufs Spiel.

- Zahlungsmittel sicher verwahren: Die Kreditkarte im Kopfkissen und das Bargeld in der Kofferverschalung - Langfinger kennen die typische Verstecke von Touristen. Optimal ist die Verwahrung im Hotelsafe gegen Beleg.

- Notfallnummern notieren: Wenn Kreditkarte und Co. doch einmal verschwinden, muss schnell reagiert werden. Hier ist es hilfreich, wenn eine Liste mit allen wichtigen Notfallnummern geführt wird.

- Einfuhrgrenzen kennen: Nicht überall auf der Welt darf Bargeld ohne weiteres ein- oder ausgeführt werden. Vor Reiseantritt sollte man sich auch diesem Aspekt widmen.

- Bargeld in Deutschland tauschen: Generell kann man heute Bargeld auch vor Ort tauschen. Für die ersten ein bis zwei Tage nach der Ankunft lohnt es sich aber, Mittel bereits in ausreichender Menge mitzuführen.

Die Finanzen für den Urlaub planen

Die Urlaubsplanung ist per se von so manchem Tief und Stress gekennzeichnet. Als Familie wird es meist nicht nur etwas hektischer, wenn es ums Geld geht. Die Reisekasse muss nicht nur zum eigenen Bedarf - sondern auch dem Reiseland - passen.

Um Notfällen aus dem Weg zu gehen, kann man unter anderem auf die Hilfe von Kreditkartenanbietern rechnen, die spezielle Serviceleistungen - wie den Bargeldersatz o. Ä. anbieten. Und eine allerletzte Hoffnung können immer noch die Vertretungen der deutschen Regierung vor Ort sein, welche unter Umständen helfen, wenn ansonsten gar nichts mehr geht.

Mit der richtigen Vorbereitung und Vorsicht kann man darauf aber hoffentlich verzichten und hat immer eine Notreserve zur Hand. Gerade im Bereich der Finanzen hört der Urlaubsspaß nämlich leider allzu schnell auf.

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