Ferien mit dem Hund: Auf die richtige Planung kommt es an

Von: ddp
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Mit dem Dackel unterwegs: Urlaub mit Hund muss gut geplant sein. Foto: dpp

Frankfurt a. Main/Wien. In vielen Wohnzimmern werden derzeit eifrig Urlaubspläne geschmiedet. Zumindest in einem Punkt sind sich viele Familien mit Hund einig: Das geliebte Haustier muss mit. „Einer Urlaubsreise mit Hund steht grundsätzlich nichts im Weg. Allerdings gehört sie genau geplant.

Neben wichtigen Impfungen und Kennzeichnungen sind die richtige Reisezeit und auch die angenehmste Art der Anreise zu bedenken”, weiß Silvie Bergant, Touristik-Fachfrau beim österreichischen Automobilclub ÖAMTC.

Bei anderen Haustieren sollte man das Für und Wider einer gemeinsamen Ferienfahrt allerdings gut abwägen. „Nur Hunde eignen sich für Reisen”, gibt Astrid Behr vom Bundesverband praktizierender Tierärzte in Frankfurt am Main zu bedenken: „Katzen, Hasen oder Meerschweinchen sollten zu Hause bleiben und dort von Bekannten versorgt werden.” Insbesondere für Katzen bedeuteten ungewohntes Autofahren und Ortswechsel viel Stress.

„Allerdings gibt es auch Hunde, die Autofahren überhaupt nicht mögen”, schildert der Grevenbroicher Hundetrainer Oliver de Vries seine Erfahrungen. Deshalb empfiehlt er, diese Tiere während der Urlaubszeit lieber daheim in einer Pflegefamilie oder Hundepension unterzubringen. Zumeist aber gewöhne sich der Hund ans Autofahren, mitunter nach ein bisschen Training.

„Das Auto ist für den Hund das angenehmste Verkehrsmittel. Pausen können individuell eingelegt werden”, sagt ÖAMTC-Expertin Bergant. Doch bevor es auf die gemeinsame Reise geht, sollte der Sicherung des Hundes im Fahrzeugfond besonderes Augenmerk geschenkt werden. Zur Auswahl stehen Hundereiseboxen, in denen der Hund am besten geschützt ist, oder ein Sicherheitsgurt, der am Rücksitz montiert und am Brustgeschirr befestigt wird.

Dem Vierbeiner zuliebe empfiehlt es sich, auf Fahrten während der Mittagshitze oder an klassischen Stautagen zu verzichten. Zudem sollten ausreichende Pausen in den Reiseplan einkalkuliert werden. „Ungefähr alle zwei Stunden sollte man einen kleinen Auslauf unternehmen”, rät Tierärztin Behr. Eine Empfehlung, die der autofahrende Mensch übrigens auch ohne Hund beherzigen sollte.

Ferien mit der Bahn, das ist für bellende Vierbeiner nur eine Alternative, „wenn der Hund an dieses Verkehrsmittel gewöhnt ist”, sagt ÖAMTC-Expertin Bergant: „Am besten vorab kurze Zugfahrten unternehmen, damit er sich an die Gerüche und Geräusche im Zug gewöhnen kann.” Von Reisen während der Hauptverkehrszeit ist abzuraten. Unbedingt ins Gepäck gehören eine Wasserschüssel und ein ausreichender Wasservorrat. Wie der Hund im Zug transportiert werden muss und ob er eine Fahrkarte benötigt, muss man bei der jeweiligen Bahngesellschaft erfragen.

Geht es per Flugzeug zu fernen Zielen, bedeutet das im Allgemeinen „großen Stress für den Hund”, so die ÖAMTC-Expertin. Für Hunde gibt es besondere Transportvorschriften in Flugzeugen. Abhängig vom Gewicht dürfen sie in den Passagierraum oder müssen in den beheizten Frachtraum. Genaue Informationen sind bei der jeweiligen Fluggesellschaft erhältlich. Klare Richtlinien gelten auch bei Fährfahrten. Dort herrscht zumeist Leinen- und Maulkorbpflicht, ein Impfpass muss mitgeführt werden. „Hunde fristen die Überfahrten zumeist in eigenen Hundezwingern”, weiß Bergant und ergänzt: „Auf Kreuzfahrtschiffen sind die Vierbeiner in den seltensten Fällen gerngesehene Gäste.”

Ungeachtet der verschiedenen Transportmittel empfehlen die Reiseberater generell, für den tierischen Urlauber gewohnte Utensilien wie Wasser- und Fressnapf oder das eigene Körbchen ins Gepäck zu laden. Da eine Nahrungsumstellung bei Hunden problematisch ist, sollte immer das gewohnte Futter mit auf Reisen sein. Zudem ist eine eigene Reiseapotheke für den Hund sinnvoll. Dort hinein gehören Wunddesinfektionsmittel, Wundspray, Mull und eine Zeckenzange. Zusätzlich sollte man sich beim Tierarzt erkundigen, welche besonderen Vorsorgemaßnahmen sich für das das ausgeguckte Ferienziel empfehlen, beispielsweise eine Zeckenprophylaxe.

Über die Einreisemodalitäten für die jeweilige Urlaubsregion kann man sich ebenfalls beim Tierarzt erkundigen. Innerhalb der EU müssen generell Hunde durch einen unter die Haut implantierten Chip oder durch eine deutlich erkennbare Tätowierung eindeutig identifizierbar sein. Zusätzlich muss der Hundehalter den EU-Heimtierausweis mit sich führen. Auch den stellt der Tierarzt aus.

Informationen über länderspezifische Einreisemodalitäten finden sich auf der Internetseite des Bundesministeriums für Verbraucherschutz (verbraucherministerium.de, Stichwort Tierschutz und Tiergesundheit) oder unter petsontour.de und reisen-mit-hund.org.
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