Fahrradtransport: Drei Systeme stehen zur Auswahl

Von: amv
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Fahrradtransport
Autofahrer, die bei einem Ausflug oder im Urlaub ihr Rad mitnehmen wollen, haben grundsätzlich die Wahl zwischen drei verschiedenen Transportsystemen. Foto: dpa

Köln. Autofahrer, die bei einem Ausflug oder im Urlaub ihr Rad mitnehmen wollen, haben grundsätzlich die Wahl zwischen drei verschiedenen Transportsystemen. Jedes hat seine Eigenarten. So kann das Hochhieven des Drahtesels auf einen Dachträger je nach Fahrradgewicht und Höhe des Autos recht mühsam sein.

„Zudem muss bei diesem Transportsystem die zulässige Dachlast des Wagens beachtet werden“, erinnert Hans-Ulrich Sander, Kraftfahrtexperte beim TÜV-Rheinland in Köln. Weniger anstrengend zu beladen und wesentlich aerodynamischer sind Heckträger und Systeme für die Anhängerkupplung. Heckträger werden mit Haken und Spannbändern an der Heckklappe befestigt. Sie sind daher weniger als Dauerlösung geeignet, weil sie die Scharniere stark belasten und der Zugang zum Kofferraum stark eingeschränkt ist. Die optimale Lösung sind nach den Erfahrungen des TÜV-Fachmanns Kupplungsträger, bei denen die Räder auf Schienen fixiert werden. Dabei darf allerdings die Stützlast der Anhängerkupplung (Gewicht von Träger und Fahrrädern) nicht überschritten werden. Vorsicht bei den immer beliebter werdenden Pedelecs. Diese Räder mit Elektromotor bringen mitunter mehr als 25 Kilogramm auf die Waage. "Das heißt, das Limit von meist 50 bis 75 Kilogramm Stützlast ist schnell erreicht", warnt Sander.

Beim Dachtransport ändert sich das Fahrverhalten

Wer sich für einen Dachtransport entscheidet, sollte seiner Erfahrung nach neben der Befestigung am Träger die Velos durch zusätzliche Spanngurte an Reifen und Reling sichern. „Nach rund 30 Kilometern Fahrt sämtliche Schraubverbindungen und Befestigungspunkte von Rad und Träger nochmals nachziehen“, mahnt der TÜV Rheinland-Fachmann. Durch den höheren Schwerpunkt der Fuhre ändere sich auch das Fahrverhalten des Autos deutlich. Besonders in Kurven heißt es: Fuß vom Gas.

Außerdem steigt der Kraftstoffverbrauch gerade bei höheren Geschwindigkeiten drastisch. Aus Gründen der Ökonomie und Fahrsicherheit sollte eine Höchstgeschwindigkeit mit Dachträgern von rund 130 Stundenkilometern eingehalten und bei der Einfahrt etwa in eine Tiefgarage die neue Fahrzeughöhe berücksichtigt werden.

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