Experte: Rodeln erlebt „eine Renaissance”

Von: dpa
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Winter in Winterberg
Skifahren, Snowboarden, Schneeschuhwandern - alles schön und gut. Doch Christoph Ebert, Geschäftsführer des Kompetenzzentrums Sport Gesundheit Technologie in Garmisch-Partenkirchen, hat einen neuen Trend ausgemacht: Rodeln. Foto: dpa

München. Skifahren, Snowboarden, Schneeschuhwandern - alles schön und gut. Doch Christoph Ebert, Geschäftsführer des Kompetenzzentrums Sport Gesundheit Technologie in Garmisch-Partenkirchen, hat einen neuen Trend ausgemacht: Rodeln.

„Die Bahnen sind in den vergangenen Jahren viel besser geworden”, sagte Ebert dem dpa-Themendienst auf der Wintersportmesse Ispo in München (noch bis 1. Februar). Entweder würden im Winter eigens Rodelstrecken gebaut, andernorts rüsteten Gemeinden dafür Forststraßen um. „Rodeln erlebt gerade wieder eine Renaissance”, ist sich Ebert sicher.

Die Vorzüge des Sports liegen für Ebert auf der Hand. „Beim Rodeln brauche ich keinen großen Aufwand zu betreiben.” Anders als beim Skifahren müsse zum Beispiel kein schweres Gerät geschleppt werden, meist gebe es Schlitten direkt am Lift auszuleihen. Daneben seien keine großen Vorkenntnisse nötig.

Rodeln auf eigens dafür vorgesehenen Bahnen ist jedoch keineswegs ein billiges Vergnügen. Wie der ADAC vor kurzem ermittelt hat, muss eine vierköpfige Familie für eine Rodelfahrt inklusive Schlittenausleihe und Bergfahrt in Deutschland durchschnittlich 43,83 Euro zahlen. In der Schweiz kostet das winterliche Vergnügen sogar 91,53 Euro.

Auf der Ispo macht sich der Rodeltrend aber noch nicht bemerkbar. Nur wenige Spezialanbieter von Schlitten sind vertreten. Die großen Anbieter von Wintersportausrüstung kümmern sich noch gar nicht um das Thema. Grund dafür könnte laut Ebert sein, dass nach wie vor die klassischen Holzschlitten beliebt sind oder auch die Tatsache, dass viele Wintersportler keinen eigenen Schlitten mitbringen, sondern ihn sich ausleihen.

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