Frankfurt/Main - Exotische Pflanzen und Gartenkunst locken ins Elsass

Exotische Pflanzen und Gartenkunst locken ins Elsass

Von: ddp
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Frankfurt/Main. Das Elsass gilt als der Garten Frankreichs. Eine Vielzahl romantischer, ländlicher oder auch alpiner Grünanlagen lädt hier nicht nur Botanik-Liebhaber zum Spazierengehen und Verweilen ein.

Der größte Garten im Elsass ist der Park der königlichen Textilmanufaktur Wesserling, ein wichtiges Denkmal der Textilindustrie im Süd-Elsass. Ein englischer Park, mediterrane Terrassen, ein französischer Garten und Gemüsebeete wie in den Schrebergärten des 20. Jahrhunderts spielen hier harmonisch zusammen.

Vom 14. Juni bis 4. Oktober findet im Wesserling-Park das Festival der „Jardins métissés” statt, bei dem Künstler und Studenten vergängliche Pflanzenwerke schaffen, die das Thema „Textil” veranschaulichen.

Ein Symbol der deutsch-französischen Freundschaft ist der Garten der zwei Ufer zwischen Kehl und Straßburg. Er zieht sich auf 150 Hektar an beiden Rheinufern an der Europabrücke hin und ist immer wieder Schauplatz kultureller Veranstaltungen. Auf langen Spaziergängen durch die ausgedehnten Anlagen verschwimmt die Grenze zwischen Deutschland und Frankreich.

Englische Romantik begegnet dem Besucher im Park von Schoppenwihr in Ostheim. Die englische Parklandschaft mit Teichen und seltenen Bäumen, Burgruinen und freilaufendem Wild entstand im 18. Jahrhundert und wurde ungefähr 1850 von einem schottischen Landschaftsarchitekten erneuert, bevor Achille Duchene ihn Anfang des 20. Jahrhunderts umgestaltete. Der Blickfang des Parks sind 66 Platanen der majestätischen Allee.

In der Steigung zum Col de Saverne auf 335 Metern Höhe liegt der botanische Garten der Stadt Saverne. Hier gedeihen Bergflora, fleischfressende Pflanzen, Farne und Wasserpflanzen einträchtig nebeneinander. Die Orchideenwiese ist mit 20 einheimischen Gattungen die größte in Frankreich.

Noch weiter oben findet man den Gebirgsgarten von Haut-Chitelet. Er liegt auf 1230 Metern und ist der artenreichste Garten alpiner Flora in Frankreich. Mehr als 2700 Pflanzenarten aus Asien, Europa, Amerika und Ländern südlich des Äquators trotzen hier dem rauen Gebirgsklima. Vor allem exotische Arten wie die Karpaten- Glockenblume, die Himalaya-Bergenie, die Krim-Lilie oder das japanische Schaublatt fühlen sich hier offensichtlich wohl.
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