Der Organspendeausweis sollte mit auf Reisen

Von: dpa
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Hamburg. Bei einer Reise ins Ausland sollte der Organspendeausweis nicht zu Hause bleiben.

Mit ihm lässt sich auch ein Widerspruch gegen Organspenden dokumentieren. Denn in vielen Ländern gelte nicht das gleiche Recht wie in Deutschland, erläutert die Techniker Krankenkasse in Hamburg. In Österreich, Italien, Spanien und Portugal beispielsweise gelte die sogenannte Widerspruchsregelung: Wer einer Organspende nicht schriftlich widersprochen hat, könne dort deshalb im Todesfall unter Umständen zum Organspender werden.

Laut der Krankenkasse gehen die Ärzte bei Todesfällen von Ausländern sehr sensibel vor. Im Zweifel werde eher auf eine Transplantation verzichtet. Sicherer sei es aber, sich klar zu entscheiden - für oder gegen eine Organspende - und das in einem Spendeausweis zu dokumentieren. In Deutschland gelte - wie in Dänemark oder Griechenland - eine „Zustimmungslösung”. Zum Organspender werde nur, wer dem aktiv zugestimmt hat.

Im Idealfall haben Reisende im Ausland eine Ausfertigung in englischer oder der jeweiligen Landessprache dabei. Auf der Internetseite der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung gibt es Organspendeausweise kostenlos in deutscher und türkischer Sprache zum Download.

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