Billig fliegen: Mit ein paar Tricks und etwas Flexibilität lassen

Von: Elke Gersmann, ddp
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Billigflieger
Sowohl die sogenannten Billigflieger als auch die Linienfluggesellschaften locken mehrmals im Jahr mit sehr günstigen Tickets - doch diese zu ergattern ist nicht immer einfach. Foto: ddp

Berlin. Flugpreise sind eine unberechenbare Angelegenheit. Für ein und dieselbe Strecke können mal 100 Euro, mal 500 Euro fällig werden. Je nachdem, wann man bucht oder wann man fliegen möchte.

Besonders günstig sind die Preise bei den regelmäßigen Sonderaktionen der Airlines. Sowohl die sogenannten Billigflieger als auch die Linienfluggesellschaften locken mehrmals im Jahr mit sehr günstigen Tickets - doch diese zu ergattern ist nicht immer einfach. Wichtig sind vor allem Schnelligkeit und Flexibilität.

Wer auf der Suche nach billigen Flügen ist, dem rät Falk Murko von der Stiftung Warentest in Berlin, die E-Mail-Newsletter der Airlines zu abonnieren. So ist man immer rechtzeitig über neue Preisaktionen informiert. Doch viel Zeit zum Überlegen hat man dann nicht.

Schließlich sind noch viele andere Schnäppchenjäger auf der Pirsch. Es sind also spontane Entscheidungen gefragt. Und wer beispielsweise einen Städtetrip plant, sollte mehrere Wunschziele zur Auswahl haben - und dann das mit dem günstigsten Flug wählen.

Aber auch abseits der Sonderaktionen lassen sich günstige Tickets erhaschen. Voraussetzung: Man bucht frühzeitig. „Es hat sich gezeigt, dass es umso teurer wird, je näher der Flugtermin rückt”, sagt Murko. Es lohne sich also in der Regel nicht, auf Last-Minute-Preise zu setzen.

Der Grund sei, so der Warentester, dass vor allem Geschäftsleute ihre Flüge kurzfristig buchen müssen - und dabei nicht auf den Preis schauen können. Sie sind auch der Grund dafür, dass die Preise auf bestimmten Strecken zu manchen Tageszeiten höher sein können als zu anderen, zum Beispiel bei Flügen morgens oder am späten Nachmittag. Insgesamt kann man am meisten sparen, wenn man gegen den Strom fliegt. „Auf vielen Strecken sind die Tickets in der Wochenmitte billiger als rund um das Wochenende”, weiß Murko.

Auch auf Saisonzeiten sollte man achten. Manchmal wird der Flug um einiges günstiger, wenn man seine Reise um einige Tage verschiebt. Wie zum Beispiel bei Trips in die USA: Nach dem dortigen Labour Day am 1. September sinken die Flugpreise auf vielen Strecken deutlich. Wer in Ferienzeiten verreisen möchte, sollte hinsichtlich des Abflughafens flexibel sein.

Da die Ferien sich von Bundesland zu Bundesland unterscheiden, kann man unter Umständen einiges sparen, wenn man beispielsweise statt von Hamburg von Düsseldorf aus startet. Vor allem, wenn man für die Anreise zum Flughafen ein günstiges „Rail & Fly”-Ticket nutzt.

Bei manchen Angeboten gibt es das sogar inklusive. Auf der Suche nach einem billigen Ticket sollte man außerdem auch die Linienfluggesellschaften nicht außer Acht lassen. Denn diese, haben die Warentester um Murko herausgefunden, sind längst nicht immer teuerer als die Billigflieger.

Bei einer recht beliebten Variante des Sparens sollte man dabei aber vorsichtig sein, warnt Bettina Dittrich, Reiserechtlerin bei der Verbraucherzentrale Sachsen: dem Cross-Ticketing. Bei diesen Kreuzbuchungen werden zwei komplette Return-Tickets gebucht, von einem aber nur der Hin-, vom anderen nur der Rückflug genutzt.

Das kann unter Umständen günstiger sein, als nur ein Ticket zu kaufen. Die Airlines sehen das allerdings nicht gern und Lufthansa hat bereits mehrfach dagegen geklagt.

Mit unterschiedlichem Ergebnis: Das OLG Frankfurt (AZ 16U76/08) hat zugunsten der Fluggäste, das OLG Köln (AZ 8U224/08) erst vor kurzem zugunsten der Airline entschieden. „Aufgrund der widersprüchlichen Urteile besteht zurzeit keine Rechtssicherheit.

Wer solch eine Kreuzbuchung vornimmt, muss damit rechnen, dass die Fluggesellschaft sich auf das neuere Urteil beruft”, erklärt Dittrich die Situation. Das würde bedeuten, dass die Kosten für das teurere Einzelticket nachbelastet werden.

Wer doch lieber auf der sicheren Seite bleiben möchte, für den hat Falk Murko noch einen Tipp parat: „Im Internet gibt es Anbieter, die Preisvergleiche anstellen und so die Suche vereinfachen.”

Vor allem die Seiten swoodoo.com und skyscanner.de hätten sich im Test als recht zuverlässig herausgestellt und böten einen guten Überblick.
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