Besser zu zweit baden gehen: Tipps für mehr Sicherheit im Wasser

Von: ddp
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Bad Nenndorf. Der Sommer ist endlich da, und mit ihm auch die Badesaison. Viele Menschen wollen sich jetzt im kühlen Nass erfrischen. Doch Flüsse und Seen bergen auch Gefahren.

„Übermut und Leichtsinn sind die häufigsten Ursachen für Badeunfälle”, sagt Peter Sieman, Referatsleiter bei der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). Viele Menschen überschätzten ihre Leistungsfähigkeit, während sie die Risiken beim Baden unterschätzten.

„Unfälle können vermieden werden, wenn man sich an grundlegende Regeln hält”, betont der Experte. So sollte nur in überwachten Badegewässern geschwommen werden. „Im Ausland ist es ratsam, den Reiseveranstalter oder Einheimische nach möglichen Gefahren wie Strömung oder starker Brandung zu befragen”, empfiehlt Sieman.

Grundsätzlich sollte man nie allein ins Wasser gehen. Wer weit hinausschwimme, müsse bedenken, dass es dort keine Gelegenheit gebe, neue Kräfte zu sammeln, warnt der Experte. Zudem rät er, sich abzukühlen, bevor man ins Wasser geht, besonders nach längeren Sonnenbädern. „Der Temperaturunterschied zwischen Wasser und Körper belastet den Organismus”, erläutert Sieman. Auch sei vom Schwimmen mit vollem oder leerem Magen, nach dem Genuss von Alkohol sowie bei Übermüdung abzuraten.

„Wenn ein Mensch in Gefahr ist, sollte man zuerst den Notruf unter der Nummer 112 alarmieren”, betont Sieman. Zudem sei es ratsam, nie allein Menschen zu retten, sondern sich die Unterstützung weiterer Badegäste zu holen. „Außerdem sollte man einen Rettungsring, notfalls auch eine Luftmatratze, mit ins Wasser nehmen”, rät der Experte. Das Hilfsmittel reicht man dem Verunglückten am besten aus geringer Distanz. Damit vermeidet der Retter, dass er in Panik umklammert wird.

„An Land gilt: Alles ist besser als Nichtstun”, unterstreicht Sieman. Zuerst sollte man den Geretteten auf Lebenszeichen wie die Atmung untersuchen. Falls dieser noch atme, könne man ihn direkt in die stabile Seitenlage bringen und mit einer Decke zudecken, um ihn vor Unterkühlung zu schützen. „Wenn der Gerettete keine Lebenszeichen zeigt, muss sofort mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung begonnen werden”, betont der Experte. Obwohl dies auf Dauer anstrengend sei, müsse die Wiederbelebung fortgeführt werden, bis der Rettungsdienst komme.
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