Badestrände und Büffel-Mozzarella: Urlaub im Cilento-Nationalpark

Von: Claudia Steiner, dpa
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Cilento-Nationalpark
Ausflug in die Antike: Die Tempelanlagen bei Paestum gehören zu den beliebtesten Zielen in der süditalienischen Cilento-Region. Foto: dpa

Paestum. Kein Massentourismus, dafür lange Strände, weitläufige Weinberge, verträumte Dörfer und um die 1700 Meter hohe Berge: All das bietet die Reiseregion Cilento südlich von Neapel. 1991 wurden Teile des Gebietes zum Nationalpark erklärt, 1998 folgte die Anerkennung als Unesco-Welterbe.

Baden, Wandern oder Kultur - im Cilento-Nationalpark haben Urlauber jeden Tag diese Qual der Wahl. Wer nicht am Strand in einem der Hotels oder auf einem Campingplatz wohnen möchte, kann auch beschaulich in den Bergen logieren: Viele Oliven-, Wein- und Gemüsebauern bieten Zimmer und Ferienwohnungen an.

Das Dorf Roccadáspide ist so eine kleine Ferienoase, nur eine halbe Autostunde von Paestum und dem Meer entfernt. Im Zentrum thront eine alte Burg, davor liegt eine kleine Piazza mit einem Brunnen und Cafés. Unterhalb des Dorfes bewirtschaften Bauern ihre Weinberge und pflegen die Olivenbäume. Doch im Cilento wächst weit mehr: Feigen, Wein, Tomaten, Auberginen, Kastanien und Zitronen werden angebaut. Insgesamt gibt es etwa 1800 verschiedene Pflanzen, etwa zehn Prozent der Flora sind nirgendwo sonst in Italien zu finden. Im Sommer stehen vor den Höfen Wannen voller Tomaten - die Bauern kochen sie für den Winter ein. Andere produzieren eigenes Olivenöl, Salami oder Käse.

Berühmt ist der „Mozzarella di bufala” aus der Region. Alleine um die Stadt Paestum herum gibt es Dutzende Mozzarella-Fabriken, in denen Urlauber nicht nur den weißen Filata-Käse kaufen, sondern auch bei der Herstellung zusehen können. Büffel werden in der Region seit Jahrhunderten gehalten - manche Bauern besitzen noch heute Hunderte der schwarzen Rinder. Oft haben sie für die Tiere einen großen Tümpel angelegt, in dem sie sich während der heißen Sommermonate suhlen.

Das Küstenstädtchen Paestum liegt am südlichen Bogen des Golfs von Salerno. Wegen der dorischen Tempelanlagen aus der Antike ist es eines der beliebtesten Ausflugsziele in der Cilento-Region. Am bekanntesten ist der Cerestempel, der trotz seines Namens der Göttin Athene geweiht ist. Nur wenige hundert Meter von den antiken Stätten entfernt finden Touristen Hotels, Campingplätze und das Meer - Paestum bietet ein klassisches Strandleben mit Bars und Restaurants.

Wem es am Meer zu voll ist, kann zum Baden aber auch in die Berge fahren, zum Beispiel zum Fluss Calore. Entlang des erfrischend kühlen Flusses stehen Tische und Bänke, Fischer versuchen hier ihr Glück. Kinder bauen im Sommer mit Flusssteinen kleine Pools, und ganze Familien kommen zum Picknick in der unberührten Natur.

ANREISE: Kein Massentourismus, dafür lange Strände, weitläufige Weinberge, verträumte Dörfer und um die 1700 Meter hohe Berge: All das bietet die Reiseregion Cilento südlich von Neapel. 1991 wurden Teile des Gebietes zum Nationalpark erklärt, 1998 folgte die Anerkennung als Unesco-Welterbe.Neapel wird von mehreren deutschen Flughäfen aus angeflogen, unter anderem von Lufthansa, Air Berlin und Tuifly. Der Cilento-Nationalpark beginnt etwa 90 Kilometer südlich von Neapel.

KLIMA UND REISEZEIT: Mediterranes Klima. Gute Reisezeiten sind Frühjahr und Herbst. Die Sommermonate sind mitunter sehr heiß. In den Bergen ist es dann allerdings deutlich angenehmer als an der Küste.

INFORMATIONEN: Italienische Zentrale für Tourismus ENIT, Neue Mainzer Straße 26, 60311 Frankfurt (Tel. 069/23 74 34).
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