Auch bei vollbeladenen Urlaubsautos auf Spritverbrauch achten

Von: dapd
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Vollbeladene Urlaubautos schlucken mehr Sprit als im Alltag. Foto: dpa

Erfurt. Vollbeladene Urlaubautos schlucken mehr Sprit als im Alltag. Doch mit „einer sparsamen Fahrweise und wohlüberlegter Reisevorbereitung” könne der Mehrverbrauch deutlich gezügelt werden, sagt Achmed Leser vom TÜV Thüringen in Erfurt. Bis zu 20 Prozent Spriteinsparung seien möglich.

„Das voll beladene Urlaubsauto kann schon aufgrund der Zuladung bis zu zwei Liter Sprit auf 100 Kilometer mehr verbrauchen”, gibt Leser zu bedenken. „Beim Beladen des Fahrzeugs sollte daher auf unnötigen Ballast verzichtet werden. Je 100 Kilogramm Mehrgepäck steigt der Verbrauch um zirka einen halben Liter”, sagt der TÜV-Fachmann. Fahrradträgersysteme oder Dachboxen erhöhten aufgrund des Luftwiderstands zusätzlich den Verbrauch des Wagens.

Der TÜV-Fahrzeugexperte rät zu einer zurückhaltenden und vorausschauenden Fahrweise. „Durch frühzeitiges Hochschalten und die Nutzung der Schubabschaltung des Motors beim Ausrollen lassen sich je nach Fahrzeugmodell bis zu 20 Prozent Sprit einsparen”, sagt Leser.

So sollte man nicht im Leerlauf an eine rote Ampel heranrollen. Bei längeren Rotphasen könne durch Motorabschalten Kraftstoff gespart werden. Moderne Fahrzeuge hätten aus diesem Grund eine Start-Stopp-Automatik an Bord. Außerdem sollten alle nicht benötigten Verbraucher im Auto abgeschaltet werden.

Eine Klimaanlage verbraucht je nach Fahrzeug bis zu 1,5 Liter Kraftstoff pro Stunde, kalkuliert der Autoexperte. Auf der anderen Seite sollten Autofahrer allerdings an heißen Tagen nicht dem Sparwahn verfallen und auf die richtige Klimatisierung verzichten. „Mit kühlem Kopf kommt man sicherer ans Ziel, bereits ab 27 Grad Celsius lässt die Konzentration nach, das Unfallrisiko steigt”, sagt der Experte.

Vom Normverbrauch ihres Fahrzeugs können sich seinen Erfahrungen nach all diejenigen verabschieden, die mehr als Tempo 120 fahren. „Geschwindigkeiten über 120 Kilometer pro Stunde werden im Neuen Europäischen Fahrzyklus (NEFZ) für die spezifische Kraftstoffermittlung nach europäischer Richtlinie nicht abgebildet. Wer schneller unterwegs sein möchte, zahlt den Tribut an der Tanksäule”, sagt der TÜV-Experte.
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