Auch bei Hitze auf angemessene Kleidung achten

Von: Elke Gersmann, ddp
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Urlaub / Strand / Bikini
Am Strand ist der Bikini noch schick, beim Einkaufsbummel sollte es schon etwas bedeckter zugehen. Foto: ddp

Ebersdorf/Coburg. Zu den schönsten Dingen des Sommers gehört, dass dicke Pullover und lange Hosen im Schrank bleiben können. Vor allem, wenn der Urlaub im warmen Süden verbracht wird, kommen nur sommerliche Sachen ins Gepäck. Doch man sollte es mit der luftigen Leichtigkeit nicht übertreiben und auch im Urlaub auf angemessene Kleidung achten.

„Im Urlaub wollen die Menschen häufig aus ihrem Alltag ausbrechen und möglichst wenig Regeln unterworfen sein”, sagt Image- und Kommunikationstrainerin Eva Ruppert aus Ebersdorf bei Coburg. Sich zum Beispiel kleiden, wie sie es gerade möchten - und nicht so, wie es vielleicht passend oder zweckmäßig wäre. Auf der einen Seite ist das sicher verständlich. Es kann auf der anderen Seite aber auch dazu führen, dass Frauen im Bikinioberteil und Männer in Badeshorts einen Stadtbummel machen.

Was in Deutschland mehr als nur verwunderte Blicke auf sich ziehen würde, ist auch in südlichen Gefilden nicht beliebt. „Es ist außerdem auch eine Frage von Wertschätzung anderen gegenüber”, gibt die Benimm-Expertin Ruppert zu bedenken. Ein respektvolles Miteinander sollte auch im Urlaub selbstverständlich sein. Und dazu gehöre eben auch die dem jeweiligen Anlass angemessene Kleidung.

Bikinis und Badehosen hätten eigentlich eine ganz klare Bestimmung, betont Ruppert: „Der Begriff Badekleidung sagt schon aus, wofür sie gedacht ist: zum Baden.” Und für das angenehme Drumherum wie Sonnenbaden, Strandspaziergang oder den Cocktail an der Pool-Bar. Verlasse man den Strand oder den Pool-Bereich, sei Badekleidung in der Regel ebenso unpassend wie der City-Look beim Baden. Und manchmal kann das sogar teuer werden, denn immer öfter werden Bußgelder fällig.

In Italien können und werden seit diesem Jahr Geldstrafen verhängt, wenn man in Badekleidung auf Plätzen, Straßen und Promenaden erwischt wird. Und auch in anderen Regionen wird durchgegriffen. Zum Beispiel auf der Karibikinsel Grenada, wo ein schon länger existierendes Gesetz gegen „unzüchtiges Entblößen” jetzt umgesetzt wird und im schlechtesten Fall sogar eine Haftstrafe droht.

Doch auch ohne Strafen sollte es selbstverständlich sein, auf die Gepflogenheiten des Gastlandes Rücksicht zu nehmen, betont Ruppert: „Selbst in vielen europäischen Regionen hat die Religion einen ganz anderen Stellenwert als bei uns, das wirkt sich auch auf das Verständnis von angemessener Kleidung aus.”

Während sich die Menschen in den Urlaubsorten Portugals, Griechenlands oder der Türkei an die halbnackten Urlauber gewöhnt haben, könnten die Bewohner des Hinterlandes an einem knappen Spaghetti-Top Anstoß nehmen. Gotteshäuser wie Kirchen, Moscheen oder Tempel sollten zudem ganz selbstverständlich nur mit bedeckten Schultern und Knien betreten werden.

Trotzdem müsse auf die leichte Sommerkleidung nicht verzichtet werden, beruhigt die Stil-Expertin: „Es gibt eine große Auswahl an Sommerstoffen, die es ermöglichen, verhüllt zu gehen, ohne ins Schwitzen zu geraten.” Dazu gehören zum Beispiel luftdurchlässig gewebte Leinenstoffe, Seiden- oder Baumwollgemische und atmungsaktive Materialien.

So empfiehlt sie Frauen, am Strand beispielsweise einen Pareo oder beim Sightseeing ein Leinentuch dabeizuhaben, das dann bei Bedarf zu einem Kleid gebunden beziehungsweise als Schal über die Schultern gelegt werden kann.

Praktisch für beide Geschlechter sind die vielseitigen Outdoorhosen als Alternative zur Shorts, denn sie lassen sich mit Reißverschlüssen auf die gewünschte Länge bringen. Außerdem haben sie den Vorteil, dass sie in Tasche oder Rucksack kaum Platz wegnehmen. Und, daran erinnert Ruppert noch, außerdem die Haut vor zu viel Sonne schützen können.
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