Kuala Lumpur - Airlines fangen Flaute mit Schnäppchenpreisen auf

Airlines fangen Flaute mit Schnäppchenpreisen auf

Letzte Aktualisierung:

Kuala Lumpur. Flugreisende können in diesem Jahr mit lukrativen Schnäppchen im Luftverkehr rechnen. Die Airlines füllten ihre Kabinen mit Hilfe von satten Preisabschlägen, erklärte der Luftfahrt-Weltverbandes IATA.

„Wir erwarten keinen Aufschwung im Passagiergeschäft in diesem Jahr”, betonte IATA-Chefökonom Brian Pearce am Dienstag zum Abschluss der Jahreshauptversammlung des Verbandes in Kuala Lumpur.

Die nächste Jahrestagung findet in einem Jahr in Berlin statt. „Berlin ist eine faszinierende Stadt, Lufthansa ein hervorragender Gastgeber”, sagte IATA-Generaldirektor Giovanni Bisignani.

Die Fluggesellschaften hätten zwar Kapazitäten abgebaut, doch sei die Auslastung der Maschinen trotzdem deutlich gefallen, sagte Pearce. Deshalb purzeln die Ticketpreise. „Das bedeutet Schnäppchen für die Verbraucher”, meinte er.

In Großbritannien seien die Tickets im Transatlantikverkehr und nach Europa um mehr als 30 Prozent gefallen. Die IATA hatte am Montag drastische Verluste der Luftfahrt- Industrie von neun Milliarden Dollar für dieses Jahr vorausgesagt.

Sorgen macht der Airline-Industrie erneut der schwankende Ölpreis. „Dies ist eine Krise außerhalb aller je gesehenen Proportionen”, meinte der Direktor von Malaysia Airlines, Idris Jala. Viele Fluggesellschaften hätten aus Furcht vor noch höheren Preisen im vergangenen Jahr Termingeschäfte getätigt und zahlten heute mehr als 100 Dollar pro Barrel. Mit dem tief gefallenen Ölpreis und angesichts der Rezession seien Treibstoff-Aufschläge aber nicht mehr zu halten.

Pearce verwies auf erste Anzeichen auf ein Ende des Abschwungs in der Weltwirtschaft, etwa die steigende Zuversicht von Einkaufsmanagern. „Wir sehen erste zarte Pflänzchen, aber sie stehen noch in starkem Gegenwind”, sagte Pearce.

Der IATA-Generaldirektor appellierte zum Abschluss der Tagung an die Regierungen, die Klimaschutzziele der Luftfahrtindustrie zu unterstützen. Der Verband hatte sich in Kuala Lumpur darauf verpflichtet, ab 2020 nur noch CO2-neutral zu wachsen.

Das soll mit Hilfe von Biodiesel, treibstoffarmen Flugzeugen, Streckenbereinigungen und Effizienzsteigerungen erreicht werden. „Wir sind daran gewöhnt, unsere Ziele einzuhalten”, sagte Bisignani. „Aber wir brauchen die Mitarbeit der Regierungen. Wir können es nicht allein schaffen,” sagte er.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert