Zeugnisfälschung nach 30 Jahren verjährt: Polizist bleibt im Dienst

Von: dapd
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München. Ein Polizist darf ausnahmsweise auch dann im Dienst bleiben, wenn er bei seiner Einstellung ein gefälschtes Schulzeugnis vorgelegt hat.

Zwar sei ein Widerruf der Verbeamtung wegen der Fälschung grundsätzlich zulässig, im konkreten Fall jedoch unverhältnismäßig, entschieden die Richter am bayerischen Verwaltungsgericht München (Aktenzeichen: M 5 K 11.4492).

Denn der Kläger, ein heute 51-jähriger Polizeihauptmeister, habe seinen Dienst seit mehr als 30 Jahren ohne Beanstandungen geleistet. Zudem sei der Polizist noch minderjährig gewesen, als er das Schulzeugnis gefälscht habe.

Der Kläger hatte im Jahr 1978 ein verfälschtes Jahreszeugnis über den Abschluss der zehnten Gymnasialklasse vorgelegt, um die Einstellungsvoraussetzungen zu erfüllen. Als die Täuschung aufflog, wurde die Verbeamtung entzogen.
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