Verschenkte Gutscheine nicht unbegrenzt gültig

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Berlin. Die Suche nach dem passenden Weihnachtsgeschenk gestaltet sich oft schwierig. Verbraucher, die noch keine guten Ideen haben, greifen dann gerne zu Gutscheinen. Dabei sollte jedoch darauf geachtet werden, dass diese nicht unbegrenzt gültig sind.

Wie lange ein Gutschein eingelöst werden kann, hängt vom jeweiligen Anbieter ab. Eine verbindliche gesetzliche Vorgabe gibt es dafür nicht. In der Regel findet sich auf dem Gutschein selbst oder in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) ein entsprechender Hinweis. Für den Online- und Versandhandel gelten dabei die gleichen Grundsätze wie für den Einzelhandel.

Verbraucher sollten darauf achten, dass die Frist nicht zu kurz bemessen ist. Was angemessen sei, hänge immer vom Einzelfall ab, sagt Peter Lindackers von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf. So dürfen zum Beispiel Gutscheine für ein bestimmtes Konzert kürzer befristet werden.

Diese Gutscheine sind dann nur so lange gültig, wie die Vorstellung angeboten wird. Anders verhält es sich bei Kinogutscheinen: Da diese nicht nur für einen bestimmten Film gelten, müssen sie mindestens zwei Jahre lang gültig sein.

Nach Ablauf der Frist haben Kunden einen Anspruch auf Erstattung des Geldwertes des Gutscheins. Der Grund: Der Händler hat Geld für den Gutschein bekommen. Dürfte er es behalten, würde er sich ungerechtfertigt bereichern. Allerdings darf ein Händler seinen entgangenen Gewinn einbehalten.

Wie hoch dieser Betrag ist, hängt vom Einzelfall ab. Bei Waren liege der Gewinnanteil bei zirka 20 bis 25 Prozent, erläutert Lindackers. Bei Dienstleistungen wie Maniküre oder Massage sei der Prozentsatz oft höher.

Ist ein Gutschein unbefristet oder die vereinbarte Frist unwirksam, greift die gesetzliche Verjährungsfrist. Das heißt: Unbefristete Gutscheine müssen binnen drei Jahren nach dem Erwerb eingelöst werden.

Die Frist beginnt immer am Schluss des Jahres, in dem der Gutschein erworben wurde. Nach Ablauf dieser drei Jahre habe der Gutscheininhaber kein Recht auf Einlösung mehr, erklärt Sabine Fischer-Volk von der Verbraucherzentrale Brandenburg.
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