Urteil: In Vaterschaftsverfahren kein Anwalt nötig

Von: dpa
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Saarbrücken. In einem Vaterschaftsverfahren kommt das Bestellen eines Rechtsanwalts auf Staatskosten grundsätzlich nicht infrage. Das hat das Saarländische Oberlandesgericht (OLG) Saarbrücken beschlossen. Vaterschaftsverfahren seien rechtlich nicht schwierig - es könne auf einen Anwalt verzichtet werden.

Das gelte selbst dann, wenn die „Gegenseite” anwaltlich vertreten wird (Az.: 6 WF 128/09).

Das Gericht wies in dem Fall die Beschwerde eines Kindes zurück. In dem Verfahren hatte der mutmaßliche Vater die Feststellung beantragt, dass er nicht der leibliche Vater sei.

Für dieses Verfahren hatte das Kind vor dem Amtsgericht die Beiordnung einer Anwältin beantragt. Das Amtsgericht hatte den Antrag abgelehnt. Und das OLG teilte die Einschätzung der Amtsrichter, dass eine anwaltliche Vertretung nicht erforderlich sei.

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