Transporte mit Tücken: Ladungen richtig befestigen

Von: amv
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Dachgepäckträger
Beim Transportieren von Ladungen auf dem Autodach kommt es zunächst auf das richtige System an. Symbolbild: dpa

Stuttgart. Surfbrett, Fahrrad oder Paddelboot werden oftmals auf dem Autodach transportiert. Dazu bedarf es in den meisten Fällen eines entsprechenden Dachträgers. Den zu finden ist meist unproblematisch.

Auf den Internetseiten der namhaften Hersteller kann man sich in aller Regel bis zum gewünschten Fahrzeugtyp durchklicken, um das dazu passende System zu ermitteln“, weiß Hans-Jürgen Götz von der Gesellschaft für Technische Überwachung (GTÜ) in Stuttgart und empfiehlt nachdrücklich: „Verwenden Sie keine Träger und kein Zubehör ohne Kennzeichnung.“

Das GS-Siegel zum Beispiel bestätigt, dass das jeweilige Produkt im Sinne der europäischen Rechtsprechung sicher ist. Doch nicht nur dies will beachtet werden. Wer das Autodach als zusätzlichen Stauraum einsetzt, muss darauf achten, dass die Ladung nicht zu weit übersteht. Am besten wäre es sogar, wenn Ladungsteile generell nicht über den Umriss des Fahrzeuges hinausragen würden, raten Fachleute der Sachverständigenorganisation Dekra.

Grundsätzlich greift Paragraf 22 der Straßenverkehrsordnung. Er besagt erstens, dass Fahrzeug und Ladung zusammen nicht breiter als 2,55 Meter und nicht höher als vier Meter sein dürfen. Zweitens: Nach hinten darf die Ladung höchstens 1,50 Meter überstehen. Ab einem Meter muss der Überstand durch eine hellrote Fahne oder ein Schild gekennzeichnet sein, bei Dunkelheit oder schlechter Sicht durch eine rote, maximal 1,50 Meter über der Fahrbahn befindliche Leuchte und einen maximal 90 Zentimeter über der Fahrbahn angebrachten Rückstrahler.

Nach vorn darf die Ladung bis zu 0,50 Meter über das Fahrzeug hinausragen, aber erst in einer Höhe über 2,50 Meter. Seitlich ist ein Überstand von maximal 40 Zentimetern erlaubt, ergänzen die Dekra-Fachleute die Laderegeln, wenn man dies vorn mit einer weißen oder hinten mit einer roten Leuchte kenntlich macht. Schmale und schlecht sichtbare Gegenstände wie Stangen oder Platten dürfen seitlich überhaupt nicht überstehen.

Vielfach im Unklaren sind sich Autofahrer darüber, wie viel Kilogramm sie ihren Autodächern zumuten können und dürfen. Die mögliche Zuladung lässt sich zwar aus den Angaben im Fahrzeugschein als Differenz aus dem Gesamtgewicht und dem Leergewicht errechnen.

Doch der Teufel steckt im Detail. GTÜ-Mitarbeiter Götz. „Die maximal zulässige Dachlast für Pkw ist nicht in den Fahrzeugpapieren eingetragen.“ Sie findet sich vielmehr in der Bedienungsanleitung und beträgt je nach Fahrzeugtyp im Normalfall zwischen 50 und 100 Kilogramm.

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