Selbstständiger Nebenjob nicht automatisch sozialversicherungsfrei

Von: ddp
Letzte Aktualisierung:

Kassel. Wer als Selbstständiger hauptsächlich für einen Auftraggeber arbeitet, gilt als arbeitnehmerähnlich und ist rentenversicherungspflichtig. Das gilt auch, wenn jemand nebenberuflich selbstständig ist und im Hauptjob schon eine versicherungspflichtige Beschäftigung ausübt, wie das Bundessozialgericht (AZ: B 12 R 10/09 R ) entschied.

In dem verhandelten Fall ging es um eine angestellte Krankenschwester, die nebenbei als selbständige Handelsvertreterin für ein Unternehmen arbeitete, was ihr 20.000 Euro im Jahr einbrachte. Da dieses Unternehmen ihr einziger Auftraggeber war, stellte die Deutsche Rentenversicherung fest, dass sie arbeitnehmerähnlich einzustufen und damit versicherungspflichtig sei.

Das Bundessozialgericht sah das genauso: Die Versicherungspflicht werde nicht schon deshalb ausgeschlossen, weil die Frau neben ihrer selbstständigen Tätigkeit abhängig beschäftigt sei. Denn die Scheinselbstständigkeit wird alleine danach bewertet, ob der Selbstständige für einen oder mehrere Auftraggeber tätig sei - und diese Einschätzung sei unabhängig von dem abhängigen Beschäftigungsverhältnis. In dem Fall war die Frau deshalb als sozialversicherungspflichtig einzustufen.

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert